Milliarden nötig
Gefängnis Alcatraz soll wieder betrieben werden
Die US-Regierung plant, die berüchtigte Gefängnisinsel Alcatraz wieder in Betrieb zu nehmen. Der Umbau von der Touristenattraktion in ein Hochsicherheitsgefängnis soll mindestens 152 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 132 Millionen Euro) kosten.
Damit soll das erste Jahr des Umbaus finanziert werden, wie US-Präsident Donald Trump mitteilte. Insgesamt dürfte viel mehr Geld nötig sein. Regierungsvertreterinnen und Regierungsvertreter rechnen mit rund zwei Milliarden US-Dollar, da die ganze Anlage komplett neu aufgebaut werden müsse. Alcatraz liegt auf einer Insel in der Bucht von San Francisco und wurde vor mehr als 60 Jahren stillgelegt.
Trump hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, Alcatraz wieder in ein Hochsicherheitsgefängnis verwandeln zu wollen. Dort werde man „Amerikas gefährlichste und gewalttätigste Kriminelle“ unterbringen. Der Rechtspopulist sieht in seinen Plänen ein Symbol für eine härtere Gangart im Kampf gegen Kriminalität.
Wegen hoher Kosten geschlossen
Ausgerechnet die hohen Kosten waren aber der Grund, weshalb die Gefängnisinsel 1963 geschlossen wurde. Es bot Platz für 336 Insassinnen und Insassen, darunter waren berühmte Kriminelle wie der Mafiaboss Al Capone. Zudem war die Anlage Schauplatz abenteuerlicher Fluchtversuche. Einer davon, der Ausbruch von Frank Morris, bot die Vorlage für den Roman „Flucht von Alcatraz“ von J. Campbell Bruce und dessen gleichnamiger Verfilmung von 1979 mit Clint Eastwood in der Hauptrolle.
Kurz nach dieser Flucht war die Haftanstalt am 21. März 1963 geschlossen worden, weil ihr Weiterbetrieb wegen ihrer isolierten Lage auf einer Insel dreimal so viel gekostet hätte wie der Betrieb anderer Bundesgefängnisse. Anschließend wurde Alcatraz als Touristenattraktion geöffnet. Sie zieht jährlich etwa eine Million Menschen an.









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