Unsummen hat eine Ukrainerin für nie gelieferte Nobel-„Kochplatten“ kassiert. Einige Kunden können deshalb ihre sonst fertigen Wohnungen nicht beziehen.
In einem Wienert Nobelhotel residiert jene 40-jährige Osteuropäerin, der Dutzende Kunden auf den (Küchen-)Leim gegangen sind. „Die Frau nimmt in ihrem Büro fleißig Bestellungen auf und zeigt schöne Prospekte her. Angesichts dieser sind meine Klienten eben den Verlockungen erlegen“, seufzt der St. Pöltner Anwalt Michael Hofbauer.
Der Jurist vertritt einige der Opfer, die insgesamt eine Summe in sechsstelliger Höhe für Traumküchen angezahlt haben. Doch die Kochplatten bleiben kühl – die Ukrainerin vertröstet mit dreisten Ausreden.
Die Opfer schauen durch die Finger, denn die Ukrainerin liefert einfach nicht.

Jurist Michael Hofbauer
Bild: Ing. Wolfgang Mayer
Einige Kunden können deswegen ihre Wohnungen nicht beziehen, weil eben das „kulinarische“ Herzstück der eigenen vier Wände fehlt. „Die von mir beauftragte Ausstattungsfirma in Italien kann gerade nicht liefern, außerdem sind gewisse Konten blockiert“, rechtfertigt sich die Geschäftsfrau.
Durch die Finger muss auch eine Trockenbaufirma schauen – auch diese sah noch keinen Cent für verrichtete Arbeiten. Ebensowenig ein Designstudio, das für die mutmaßliche Betrügerin mondäne Küchenentwürfe erstellte. Ebenfalls zu den Opfern zählt eine chinesische Firma, die 300.000 Euro nachlaufen.
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