Spektakuläre Bilder vom in Rauch gehüllten Steffl ließen vor etwas mehr als einem Jahr Böses befürchten. Das Restaurant Gutenberg wurde ein Raub der Flammen. „Ich wollte allein für meine Eltern nicht aufgeben“, erzählt Chefin Isabel Grünberger. Und ließ das „neue“ Lokal von Noch-Dompfarrer Toni Faber segnen.
Die Aufnahmen, die sich am 16. April des vergangenen Jahres rasend über soziale Medien verbreiteten und die „Krone“ erreichten, sahen verheerend aus. Dichte Rauchschwaden stiegen neben dem Stephansdom auf. Was brannte, war rasch klar – das beliebte Traditions-Gasthaus Gutenberg am Lugeck.
Seitdem war für viele Wien-Urlauber und Stammgäste unklar, ob je wieder aufgesperrt wird. „Viele haben nicht geglaubt, dass wir weitermachen“, erzählt Grünberger, die wieder lachen kann, der „Krone“.
Fritteuse war noch am Vortag kontrolliert worden
Konkret war es die Fritteuse, die den Geist an jenem Tag aufgab. Und das, obwohl sie noch am Vortag von einer Firma kontrolliert worden war, weil sie zuvor immer wieder Probleme bereitet haben soll.
Die Folgen für das Gutenberg, das Grünbergers Eltern seit 1963 betrieben hatten, waren schrecklich. Das liebevoll eingerichtete Erdgeschoss wurde völlig zerstört, Löschwasser drang in den Keller ein. In dem klassischen Altbau gestaltete sich der Wiederaufbau herausfordernd.
Das Lokal hier ist wie ein Zuhause für mich. Ich wollte für meine Eltern nicht aufgeben.
Chefin Isabel Grünberger
„Psychisch und emotional war es nicht leicht“, gesteht Grünberger. Erst sei ihr Vater gestorben, dann kam die Corona-Zeit, im Jänner 2025 starb auch noch Grünbergers Mutter, bevor im April das Lokal abbrannte.
Da die Eltern die gesamte Einrichtung gemeinsam aufgebaut hatten, war Grünberger wichtig, neben der Moderne auch die Tradition zu bewahren. „Wir haben immer noch rote Tischplatten“, weist sie auf einen für Stammgäste wichtigen Einrichtungsgegenstand hin.
Die meisten Mitarbeiter sind wieder zurück
364 Tage nach dem Brand, also am 15. April 2026, gelang es, das Lokal wieder für Gäste zu eröffnen. Der offizielle Part fand aber erst am 20. Mai statt. Und zwar mit dem Segen von Dompfarrer Toni Faber. Für die Familie besonders wichtig, da vor allem Mama Grünberger immer eine besondere Verbundenheit zum Steffl hatte.
Neben vielen Stammgästen sind übrigens auch fast alle Ex-Mitarbeiter wieder im neuen Grünberg angestellt. Isabel Grünberger freut sich, dass es wieder weitergeht: „Allein für meine Eltern wollte ich nicht aufgeben, das Lokal ist wie mein Zuhause!“
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