Weil der Öltanker Grinch zur russischen Schattenflotte gehören soll, ist er von Frankreich festgesetzt worden. Nun wurde das Schiff wieder freigegeben – aber erst nach Zahlung einer Millionenstrafe.
Die Umgehung europäischer Sanktionen habe ihren Preis, teilt der französische Außenminister Jean-Noel Barrot am Dienstag auf der Plattform X mit. Das Schiff war im vergangenen Monat unter dem Verdacht festgesetzt worden, zur sogenannten Schattenflotte zu gehören, mit der Russland internationale Ölsanktionen umgeht.
Schiff im Mittelmeer gestoppt
Die Strafe wurde Behördenangaben zufolge fällig, weil die Eigner die Nutzung der Flagge der Komoren nicht rechtfertigen konnten. Der Einsatz gegen die Grinch fand zwischen der Südküste Spaniens und der Nordküste Marokkos statt, wie die Behörden mitteilten. Laut Präsident Emmanuel Macron wurde die Marine von mehreren Verbündeten unterstützt, darunter Großbritannien.
Die Schattenflotte besteht aus oft älteren Schiffen, die außerhalb der üblichen westlichen Versicherungs- und Registrierungssysteme eingesetzt werden. Damit umgeht Russland die Sanktionen, die die EU wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt hat. Die Erlöse aus dem oft zu reduzierten Preisen an Länder wie Indien und China verkauften Erdöl fließen in die russische Kriegskasse.
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