12 Leichtverletzte

Mann zündete Böller in ICE – drohte mit Anschlag

Ausland
03.04.2026 06:38
Porträt von krone.at
Von krone.at

Ein vermummter Mann hat in einem ICE in Nordrhein-Westfalen mit einem Anschlag gedroht und mindestens zwölf Fahrgäste mit Knallkörpern leicht verletzt. Der 20-Jährige wurde von anderen Reisenden eingesperrt und später festgenommen – in einem Rucksack hatte er zwei Messer und Rauchkörper bei sich.

Der 20-Jährige warf in dem Zug am Donnerstagabend laut Zeugenaussagen pyrotechnische Gegenstände, die mit Kunststoffkugeln gefüllt waren, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Vorfall passierte gegen 21 Uhr in einem ICE, der von Aachen nach Frankfurt unterwegs war. Die „Bild“-Zeitung schreibt von einer Softair-Granate, die der junge Mann im Wagen 23 aus einer Toilette in den Gang geschmissen habe. Die umherfliegenden Softair-Kugeln hätten die Fahrgäste dann verletzt.

Wirklich gefährlich seien die sogenannten Softair-Böller nicht gewesen, doch der Verdächtige habe geäußert, dass er auch Menschen töten wollte, berichtet die „Bild“-Zeitung. Eine Person erlitt laut Polizei vermutlich ein Knalltrauma, konnte aber schon wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Zeuge drängte Verdächtigen in Toilette
Laut Polizei hätten mutige Mitreisende den Verdächtigen in die Toilette gedrängt und dort eingesperrt. Die Polizei habe den Verdächtigen schließlich abgeführt – es soll sich um einen Deutschen aus Aachen handeln, der vermummt gewesen sei, wie die „Bild“-Zeitung schreibt. Die Beamten fanden eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper bei dem 20-Jährigen.

Hundeführer und Sprengstoffexperten im Einsatz
An Bord des ICE seien etwa 180 Passagiere gewesen, unter anderem viele Urlaubsreisende. Sie mussten den Zug mitsamt Koffern verlassen und wurden von der Feuerwehr in einer nahe gelegenen Turnhalle versorgt, während Hundeführer der Bundespolizei und Sprengstoffexperten mit Röntgengeräten im Einsatz seien. Der Zug wurde gegen 00:45 Uhr am Freitag wieder freigegeben.

Der ICE war inmitten des Reiseverkehrs kurz vor Ostern auf dem Weg von Köln nach Frankfurt am Main. Manche Reisende wurden nach der Evakuierung mit Bussen nach Frankfurt gebracht, jene, die Gepäck in Wagen 23 hatten, mussten demnach warten, bis der Zug wieder freigegeben wurde.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung