Ziel war Bank in Paris

Anschlag vereitelt: Mann mit Sprengsatz gefasst

Ausland
29.03.2026 15:57
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Samstag hat die Polizei in Paris einen Sprengstoffanschlag auf eine Filiale der Bank of America verhindert. Die Beamten nahmen einen Mann fest, als er gerade einen Sprengsatz zünden wollte. Frankreichs Innenminister sprach von einer „terroristischen Gewalttat“, die Ermittlungen laufen.

Die französische Polizei fasste bei einer Patrouille einen Verdächtigen, als er in der Nacht auf Samstag einen Sprengsatz vor das Gebäude legte und diesen mit einen Feuerzeug zünden wollte. Ein Begleiter des Mannes wollte den Anschlag auf die US-Großbank offenbar fotografieren oder filmen, er konnte flüchten.

Der selbst gebaute Sprengsatz bestand aus einem mutmaßlich mit Treibstoff gefüllten Fünf-Liter-Kanister und einem Feuerwerkskörper als Zünder. Bei einem Verhör sagte der Festgenommene laut Ermittlungsbehörden aus, er sei über den Onlinedienst Snapchat angeworben worden, den Anschlag gegen eine Zahlung von 600 Euro zu verüben.

In der Nacht auf Samstag sollte der Anschlag auf das Gebäude stattfinden.
In der Nacht auf Samstag sollte der Anschlag auf das Gebäude stattfinden.(Bild: AFP/SEBASTIEN DUPUY)

Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Ein Zusammenhang mit iranischen Drohungen gegen israelische und US-Unternehmen in Europa wegen des Iran-Kriegs sei wahrscheinlich, hieß es.

„Terroristische Gewalttat“
Der französische Innenminister Laurent Nuñez sprach von einer „terroristischen Gewalttat“. In einem Fernsehinterview verwies der Minister auf Parallelen zu ähnlichen Angriffen in mehreren europäischen Staaten. Der Anschlagsversuch sei „die Konkretisierung der iranischen Drohungen gegen amerikanische und israelische Interessen überall in Europa“, hieß es aus Ermittlerkreisen. 

Ähnliche Fälle in vergangenen Wochen
Mitte des Monats waren nach einem Brand an einer Synagoge im niederländischen Rotterdam vier Jugendliche und junge Männer festgenommen worden, die nach Behördenangaben offenbar vom Iran für einen Sprengstoffanschlag angeworben worden waren. In Großbritannien hatte sich in der vergangenen Woche eine Gruppe mit Verbindungen zum Iran zu einem Brandanschlag auf vier Rettungswagen einer jüdischen Organisation bekannt.

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