„Sollte allen helfen“

Tschechiens Regierung begrenzt Spritpreise

Außenpolitik
02.04.2026 16:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Tschechiens Regierung will den rasanten Anstieg der Spritpreise begrenzen. Ab dem 8. April werde es Preiskontrollen geben, kündigte Ministerpräsident Andrej Babiš am Donnerstag an. Die Marge für Diesel und Benzin wird auf 2,50 Kronen begrenzt (umgerechnet zehn Cent).  

Zudem wird die Verbrauchssteuer für Diesel, die derzeit bei 9,95 Kronen pro Liter liegt, um 2,35 Kronen gesenkt. Die Kraftstoffpreise sind seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar stark gestiegen. In Tschechien hat sich der Durchschnittspreis pro Liter Benzin seitdem um rund acht (umgerechnet 0,33 Euro) auf 41,60 Kronen (rund 1,70 Euro) erhöht. Diesel verteuerte sich um etwa 15 (0,61 Euro) auf 48,33 Kronen (rund 1,97 Euro) pro Liter.

„Wir denken, dass dies eine Maßnahme ist, die allen grundlegend helfen sollte, natürlich den Bürgern, den Unternehmen und der Wirtschaft“, sagte Babiš. Derzeit herrsche Chaos. Seine Regierung hatte bereits 100.000 Tonnen Rohöl aus den staatlichen Reserven für die einzige Raffinerie des Landes, Orlen Unipetrol, freigegeben.

Billiger als in Österreich
In unserem Nachbarland Tschechien ist das Tanken tendenziell noch eine Spur billiger als in Österreich: Hierzulande lag der durchschnittliche Preis für einen Liter Diesel am Mittwoch laut E-Control bei 2,199 Euro und für Super bei 1,869 Euro. Seit dem heutigen Donnerstag gilt eine Margenbegrenzung, zudem wurde die Mineralölsteuer reduziert. Damit sollen die Preise an den Tankstellen um zehn Cent pro Liter gesenkt werden.

„Es ist positiv, dass die Regierung versucht, die Preise zu reduzieren. Im Sinne der Konsumentinnen und Konsumenten hätten wir uns aber eine größere Entlastung erhofft“, kommentierte Martin Grasslober, Leiter der ÖAMTC Verkehrswirtschaft. Eine Preisreduktion um durchschnittlich zehn Cent pro Liter sei „kein großer Wurf“.

Ausfall russischer Öllieferungen
Der Ölpreis ist zuletzt auf über 100 US-Dollar (umgerechnet 86,17 Euro) pro Fass gestiegen. Die Rede von US-Präsident Donald Trump an die Nation hat zu einem neuerlichen Anstieg geführt. Hinzu kommt, dass Mitteleuropa auch von einem Ausfall der russischen Öllieferungen in die Slowakei und nach Ungarn betroffen ist. Grund ist die Unterbrechung der Druschba-Pipeline in die Ukraine nach einem russischen Angriff. 

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