Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian versichert dem amerikanischen Volk in einem Offenen Brief, dass sein Land keine Feindschaft gegen einfache US-Bürger hegt. Hingegen richteten sich Angriffe auf die Infrastruktur des Iran gegen das iranische Volk und hätten Folgen, die weit über die Grenzen des Landes hinausreichen würden.
In einem Brief an die amerikanische Nation kritisierte Pezeshkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die Vereinigten Staaten kostspielige Operation. „Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je“, schrieb der Präsident in seiner Botschaft. Teheran als Bedrohung darzustellen, stimme „weder mit der historischen Realität noch mit den heute beobachtbaren Fakten überein“, zitierte am Mittwoch der Sender Press TV aus dem Schreiben.
„Namen der Schande“
Der Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Pezeshkian aber nur ein „Name der Schande“. Die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden würde die Zukunft ganzer Generationen prägen.
Soll Waffenruhe erzwungen werden?
Für iranische Verhältnisse ist ein Offener Brief an das amerikanische Volk eher ungewöhnlich. Daher werten Beobachter ihn als Versuch des Iran, die amerikanische Öffentlichkeit von der Fehlentscheidung ihrer Regierung zu überzeugen und so indirekt eine Waffenruhe zu erzwingen.
Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump mitgeteilt, der Iran habe um eine Waffenruhe gebeten haben. Das wies Irans Außenamtssprecher umgehend zurück. Die Aussagen des Amerikaners seien falsch und unbegründet, wurde Ismail Baghai vom Staatssender Irib zitiert. Trump schrieb die Bitte um eine Waffenruhe Irans „neuem Regime-Präsidenten“ zu. Wen er genau damit meint, blieb unklar.
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