Kerosinzuschlag steigt

Iran-Krieg treibt Preise: Fliegen immer teurer

Wirtschaft
01.04.2026 15:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran-Krieg hat den Fluggesellschaften ordentlich zugesetzt: hohe Kerosinpreise, weniger Flüge und Flughäfen, die kaum noch angeflogen werden können. Die Passagiere müssen sich jetzt auf steigende Ticketpreise einstellen.

Die Airlines haben zu kämpfen: Seit Beginn des Iran-Kriegs ist Kerosin deutlich teurer geworden. Zur ersten großen Reisewelle zu Ostern haben die meisten Fluggesellschaften in Europa noch auf ihre Terminkontrakte verwiesen, mit denen sie sich auf längere Sicht günstigere Treibstoffpreise gesichert haben. Doch das könnte im Sommer schon ganz anders aussehen.

Terminkontrakt

Ein Terminkontrakt ist ein Vertrag, in dem festgelegt wird, dass ein bestimmtes Gut (zum Beispiel Öl, Gold oder Weizen) zu einem bestimmten Preis und zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft gekauft oder verkauft wird.

Ryanair: Risiko „deutlich höherer“ Ticketpreise
Der Branchenriese Ryanair teilte mit: „Wir sind für die nächsten 12 Monate bei einem Preis von 67 Dollar (58,27 Euro, Anm.) pro Barrel gut abgesichert, sodass sich dies weder auf unsere Kosten noch auf unsere günstigen Flugpreise auswirken wird.“ Aussagen von Ryanair-Chef Michael O‘Leary am Mittwoch klingen allerdings etwas anders. Im April, Mai und Juni bestehe das Risiko „deutlich höherer“ Ticketpreise, erklärte er dem Sender Sky News.

Flüge nach Spanien gefragt
Die britische Easyjet bestätigt, dass Kunden aktuell eher nicht in den östlichen Mittelmeerraum fliegen wollen – Flüge nach Spanien werden hingegen mehr nachgefragt. Ähnliches sagt auch Lufthansa-Tochter Eurowings, die zu Ostern von einem überraschenden Mallorca-Boom berichtet. Die Kunden wollen in der Krise lieber zu bewährten Zielen in West- und Südeuropa fliegen. Zusätzliche Flüge sind schnell ausgebucht.

Dazu kommt, dass Flugzeuge von Airways aus der Golfregion wie Qatar Airlines oder Gulf Air aktuell am Boden bleiben. Die verbleibenden Fluggesellschaften stehen vor einer kaum zu befriedigenden Nachfrage – das treibt die Ticketpreise nach oben. 

Höhere Kerosinzuschläge
Doch das ist noch nicht alles. Die Airlines greifen auch auf alte Tricks zurück: die Kerosinzuschläge, also eine zusätzliche Gebühr zum Ticketpreis. Diese Zuschläge verstecken sich bei den Airlines der Lufthansa Group und anderen in dem Posten „International Surcharge“, der je nach Ziel stark variieren kann. Insbesondere in den höheren Buchungsklassen kommen auf Langstrecken schnell mehrere hundert Euro zusammen, die noch auf den regulären Tarif aufgeschlagen werden.

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