Rudi Dolezal saß fest

Falsche Zug-Info ließ Radiosendung beinahe platzen

Burgenland
02.04.2026 09:00

Falco-Intimus Rudi Dolezal landete statt im Radiostudio einsam und verlassen an einer trostlosen Grenze zu Ungarn. Er hat mit der „Krone“ über die Zugfahrt gesprochen.

Grau in grau hat der Dienstag für Popfilmer Rudi Dolezal in Wien begonnen. Ab 6 Uhr in der Früh hat er sich zur Abreise bereit gemacht, um vor 11 Uhr rechtzeitig im ORF-Landesstudio in Eisenstadt zu sein. In der Radiosendung „Mahlzeit Burgenland“ sollte der Musikdoku-Produzent zum 40-Jahre-Jubiläum des Welthits „Rock me Amadeus“ über sein neues Buch „Falco – Die ganze Wahrheit“ live ins Mikrofon plaudern.

Rezept von Wolfgang Ambros
Als Rezept hatte er „Schwammerlsauce mit Semmelknödel“ mit. „Die Zubereitung habe ich von Ambros gelernt. Wolferl ist ein Superkoch“, lobt Dolezal die kulinarischen Künste der Austropop-Legende, die nicht nur die Nummer 1 vom Wienerwald ist, sondern auch von der Küche.

Pünktlich im Zug
„Papa, lass das Taxi, nimm die Öffis und den Zug!“ Die umweltbewusste Aufforderung seiner Söhne nahm sich Rudi Dolezal zu Herzen. Mit Bim und U-Bahn ging es zum Hauptbahnhof. Geplante Abfahrt: 8.20 Uhr. Da er früher dran war, konnte der Radiogast schon mit der Garnitur um 8.09 Uhr losrollen. „Kurzfristig ist noch der Bahnsteig gewechselt worden, doch ich saß pünktlich im Zug mit der Aufschrift ,Eisenstadt’, der online als Direktverbindung angegeben war“, schildert Dolezal.

Rudi Dolezal
Rudi Dolezal(Bild: Privat)

Nachfragen hätte er nicht können, denn er war der einzige Fahrgast, die Waggons blieben leer. Nicht einmal ein Zugbegleiter ließ sich blicken. „Später wurde mir erklärt, dass es vormittags keine Schaffner gibt“, wundert sich Dolezal.

In Neusiedl am See hätte Dolezal umsteigen müssen, dieses wichtige Detail blieb aber ein „streng gehütetes Bahngeheimnis“. So verschlug es den Radiogast an die Grenze zu Ungarn, Endstation Pamhagen! Der hilfsbereite Zugführer rief Dolezal ein Taxi – die Buchung wurde per Rückruf sogar bestätigt, doch der bestellte Chauffeur kam nicht. Knapp eine Stunde wartete Dolezal in der Kälte („gefühlte minus acht Grad“), der Wind wehte ihm orkanartig um die Ohren. „Das glamouröse Leben eines Popfilmers“, so sein Kommentar.

Pannen-Premiere hatte Theaterstar Otto Schenk
Ins Studio nach Eisenstadt hätte es der Falco-Buchautor nicht mehr pünktlich geschafft. Er setzte sich stattdessen in den nächsten Zug retour nach Wien, die Sendung meisterte er per Handy während der Fahrt. Trotz blank liegender Nerven hat letztlich alles geklappt. Moderatorin Silvia Scherleitner ließ ihren Gast noch wissen, dass schon einmal eine Panne passiert ist. Diese Premiere hatte Otto Schenk. Der Schauspieler und Intendant ist auf der Taxi-Fahrt zur Sendung im Stau stecken geblieben.

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