Krieg im Iran

Raketenregen in Golfstaaten: Verletzte in Dubai

Außenpolitik
31.03.2026 07:44
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Iran setzt auch einen Monat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe den Beschuss der Golfstaaten mit ballistischen Raketen und Drohnen unablässig fort. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine wollen um 14.00 Uhr MEZ bei einer Pressekonferenz im Pentagon über den Kriegsverlauf berichten.

Das Königreich Saudi-Arabien wurde in der Nacht nach Angaben des Verteidigungsministeriums in kurzen Abständen erneut von ballistischen Raketen angegriffen. Sie seien abgewehrt worden. Auch Kuwait meldete wieder Beschuss durch Raketen und Drohnen. Ebenso heulten im Golfstaat Bahrain die Sirenen. In Dubai wurden vier Menschen nach einem Einsatz der Luftabwehr von herabstürzenden Trümmerteilen verletzt. Israel griff unterdessen erneut Ziele in Teheran an.

Im Persischen Golf brach ein Feuer aus, das nach Angaben der Behörden erst nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte. Es sei vor der Küste von Dubai ein riesiger kuwaitischer Öltanker getroffen worden, teilte die Kuwait Petroleum Corporation laut der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna mit.

Eine Rauchsäule steigt über der Industriezone von Fudschaira auf (Archivbild).
Eine Rauchsäule steigt über der Industriezone von Fudschaira auf (Archivbild).(Bild: AFP/FADEL SENNA)

USA setzen bunkerbrechende Bomben ein
Die Vereinigten Staaten führten unterdessen einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein Munitionsdepot in der iranischen Stadt Isfahan durch. Dafür habe das US-Militär in der Nacht eine große Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen US-Beamten.

US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social ein Video, das Explosionen zeigt. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um Bilder des Angriffs in Isfahan. Der 31 Sekunden lange Clip zeigt eine Reihe von Explosionen. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass nach dem ursprünglichen Angriff dort gelagerte Munition explodierte.

Rubio droht Iran mit Eskalation
US-Außenminister Marco Rubio zeigte sich unterdessen überzeugt, dass die Straße von Hormuz wieder für den Schiffsverkehr geöffnet wird – „so oder anders“. Entweder werde sich der Iran bereit erklären, „sich an internationales Recht zu halten“ und die Meerenge nicht zu blockieren, sagte Rubio dem Sender Al Jazeera. „Oder eine Koalition von Nationen aus der ganzen Welt und der Region wird mit Beteiligung der Vereinigten Staaten dafür sorgen, dass sie offen ist“.

Rubio äußerte sich nicht weiter dazu, was genau er mit „dafür sorgen“ meinte. Falls der Iran die Meerenge weiter blockieren sollte, drohten Teheran „wirkliche Konsequenzen, nicht nur seitens der Vereinigten Staaten, sondern von Ländern in der Region und der Welt“, so Rubio.

Bericht: Öffnung der Straße von Hormuz für Trump keine Priorität
Das „Wall Street Journal“ berichtete hingegen unter Berufung auf US-Beamte, Trump habe seinen Beratern mitgeteilt, er sei bereit, den Krieg zu beenden, selbst falls die Straße von Hormuz weitgehend blockiert bleibe. Trump habe entschieden, dass sich die USA auf ihre Hauptziele wie das Vorgehen gegen die Marine und die Raketenbestände des Irans konzentrieren – und gleichzeitig diplomatisch Druck auf Teheran ausüben sollten, die Straße von Hormuz wieder für den Schiffsverkehr zu öffnen. Sollte das nicht gelingen, würden die USA Druck auf Verbündete in Europa und am Golf ausüben, bei Bemühungen um die Öffnung der Meerenge die Führung zu übernehmen.

Die Informationen der Zeitung ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Trump ist dafür bekannt, viele seiner Positionen immer wieder zu verändern.

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