Explodierende Düngerpreise und steigende Energiekosten treiben Österreichs Bauern an ihre Belastungsgrenze. Nun wächst die Angst um die heimische Lebensmittelversorgung.
Der Druck auf Europas und damit auch Österreichs Landwirtschaft wird immer größer. Während der Iran-Krieg die Treibstoffpreise weiter steigen lässt, explodieren auch die Kosten für Düngemittel. Hauptgrund dafür ist laut Bauernvertretern die sogenannte EU-CO₂-Grenzabgabe CBAM! Sie soll dafür sorgen, dass importierte Waren also eben auch Düngemittelpreise Drittländern mit denselben CO₂-Kosten belegt werden wie Produkte, die innerhalb der EU hergestellt werden! Jetzt aber hat sich der Düngemittelpreise aber massivsten verteuert!
„Das ist für die Bäuerinnen und Bauern nicht mehr tragbar“, warnt Burgenlands Landwirtschaftskammer-Präsident und Vizepräsident-Präsident der europäischen Landwirte, Nikolaus Berlakovich. Allein heuer verursache der Mechanismus Mehrkosten von rund 826 Millionen Euro für Europas Landwirtschaft. Dazu kommen EU-Sanktionen gegen Russland und Weißrussland.
Landwirte protestieren für finanziellen Ausgleich
Die Stimmung unter den Bauern wird zunehmend gereizt. Für kommenden Dienstag kündigte der europäische Bauernverband COPA deshalb eine Protestkundgebung vor dem EU-Parlament in Straßburg an. Das Motto: „Kein Dünger, keine Lebensmittel“.
Bereits bei der jüngsten Agrarministerratssitzung in Luxemburg übergab Berlakovich ein Forderungspapier an Maria Panayiotou. Gefordert wird eine Aussetzung der CO₂-Abgabe auf Düngemittel bis zum Ende des Iran-Krieges oder ein finanzieller Ausgleich für die Bauern. Denn die Sorge wächst: Wenn Europas Höfe unter der Kostenlawine zusammenbrechen, könnte bald auch die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln ins Wanken geraten.
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