Schon im nächsten Jahr sollen Lastwagen auch auf Landes- und Gemeindestraßen im Burgenland zur Kasse gebeten werden. Die Wirtschaftskammer ist davon wenig begeistert und sieht höhere Kosten auf die Konsumenten zurollen.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) hatte – wie berichtet – im Rahmen der SPÖ-Klubklausur angekündigt, dass die geplante Lkw-Maut vorgezogen wird. Eingeführt werden soll sie etwa auf mehreren Landesstraßen, darunter die B 63 im Bezirk Oberwart sowie Verbindungen im Mittelburgenland und im Raum Eisenstadt.
Die Maut ist eine Sackgasse für das Land und seine Menschen.

Roman Eder, Obmann Transporteure
Bild: WKB
Die Wirtschaftskammer schlägt Alarm: Steigende Transportkosten würden zwangsläufig an die Konsumenten weitergegeben – vom täglichen Einkauf bis zu Medikamenten. „Der gesamte Alltag für die Menschen im Burgenland wird damit teurer“, warnt Roman Eder, Obmann der burgenländischen Transporteure. Regionale Verkehre und regionale Produkte würden dadurch mit neuen Kosten belastet, erläutert Eder.
Die Nahversorgung wird verteuert und der Konsument zahlt die Zeche.

Spartenobmann Hans Dieter Buchinger
Bild: WKB
„In Zeiten der Energiekrise, welche die Inflation befeuert, wird diese mit der regionalen Lkw-Maut zusätzlich erhöht“, ergänzt Spartenobmann Hans Dieter Buchinger. Die regionale Nahversorgung werde verteuert und der Konsument zahle die Zeche.
Kritisiert wird zudem, dass vor allem heimische Unternehmen von der Maut im Land betroffen wären. 85 Prozent der Güter würden innerhalb Österreichs transportiert, nur 15 Prozent sind Transitverkehr. In vielen ländlichen Gebieten würde es keine Alternative zum Straßengüterverkehr geben.
Die Maut sei daher „eine Sackgasse für das Land und seine Menschen“. „Die Einnahmen für das Land wären aufgrund der hohen Investitions- und Verwaltungskosten für das Maut-System minimal und die Auswirkungen für die Bevölkerung fatal“, warnt Eder.
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