Jetzt „ausgemustert“?

„Dosen-Bombe“ einfach mit dem Müll entsorgt

Niederösterreich
21.05.2026 17:30

Vermutlich jahrzehntelang lagerte eine Kaffeedose mit zwei Kilogramm Sprengmitteln auf dem Dachboden oder im Keller eines Hauses im Waldviertler Bezirk Horn in NÖ. Bis sie jetzt weggeworfen wurde und ein Müll trennender Mitarbeiter die Säckchen mit Schwarzpulver entdeckte. Der Entminungsdienst musste anrücken.

Dieser Fund wird dem Angestellten eines Entsorgungsbetriebs im Bezirk Horn wohl länger in Erinnerung bleiben: Als er beim Sortieren des Abfalls eine schwere Kaffeedose öffnete, entdeckte er mehrere unterschiedlich schwere Säckchen – insgesamt zwei Kilogramm mit Schwarzpulver beschichtete Metallplättchen. Er machte sofort eine Meldung bei der Polizei. Nachdem sich die Exekutivbeamten der Inspektion Brunn an der Wild ein Bild gemacht hatten, riefen sie den Entminungsdienst.

Vermutlich jahrzehntealt
Der „Bombenfund“, den man als nicht sonderlich gefährlich einstufte, dürfte wahrscheinlich vor langer Zeit als Treibmittel zum Entzünden größerer Sprengladungen gedacht gewesen sein. Nach dem Alter und dem Zustand der Kaffeedose zu urteilen, wurde sie bereits vor Jahrzehnten eingelagert

„Vermutlich wurde sie dann irgendwo in einem Keller oder auf einem Dachboden vergessen und hat bis jetzt darauf gewartet, dass sie irgendjemand wegwirft“, heißt es. Die „explosive Überraschung“ schlug dann eben im Entsorgungsbetrieb beim Müllsortieren auf.

In einer Kaffeedose steckten die Säckchen mit den Schwarzpulver-Plättchen.
In einer Kaffeedose steckten die Säckchen mit den Schwarzpulver-Plättchen.(Bild: Polizei)

Darauf achten, was man wegwirft
Der Entminungsdienst nahm die zwei Kilogramm schweren Säckchen mit, um sie unschädlich zu machen. Höchstwahrscheinlich wurden die Sprengmittel zwischen Dienstag, 16 Uhr, und den frühen Morgenstunden des Mittwochs entsorgt. Auch wenn die Experten sie als relativ harmlos betrachteten, war von offenem Feuer oder grober mechanischer Verformung – etwa durch die Müllpresse – abzuraten. Also: Alte Fundstücke nicht einfach entsorgen, sondern sichergehen, dass sie ungefährlich sind.

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