Das Sturmtief „Marlies“, das in der Nacht auf Freitag über das Land zog, hat auch im Burgenland seine Spuren hinterlassen: Zahlreiche Unfälle wegen schneeglatter Fahrbahnen, abgedeckte Dächer und Stromausfälle in mehreren Orten hielten die Einsatzkräfte auf Trab.
Vor allem im Landessüden des Burgenlands waren die Einsatzkräfte stark gefordert: Mehr als 110 Feuerwehreinsätze wurden bis in die Morgenstunden verzeichnet.
Windspitzen von bis zu 118 km/h in Rechnitz
Hauptursache waren kräftige Windböen – in Rechnitz wurden laut GeoSphere Austria Spitzen von bis zu 118 km/h gemessen, in Güssing wurde mit 87 km/h ein neuer März-Rekord erreicht. Umgestürzte Bäume blockierten zahlreiche Straßen und sorgten für Verkehrsbehinderungen.


800 Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun
Auch Dächer wurden durch die starken Böen beschädigt oder teilweise abgedeckt. Insgesamt standen nehr als 800 Feuerwehrmitglieder im Einsatz, um Verkehrswege freizumachen und beschädigte Gebäude zu sichern. Zusätzlich verschärfte Schneefall in höheren Lagen die Situation: Mehrere Lkw blieben hängen und mussten geborgen werden.
Schneefall sorgte für zahlreiche Unfälle im Frühverkehr
Am Sieggrabener Sattel auf der S31 kam es im Frühverkehr auf schneeglatter Fahrbahn zu einem Unfall mit sieben Fahrzeugen, drei Personen wurden leicht verletzt. Die Strecke musste vorübergehend gesperrt werden, im Rückstau kam es zu weiteren Kollisionen.
Auch auf der B50 bei Bernstein führten Schneefall und schlechte Sicht zu mehreren Unfällen, hier blieb es bei Blechschäden. Zudem kam es in mehreren Gemeinden kurzfristig zu Stromausfällen.
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