Neues Buch

Als der Neusiedler See gar kein Wasser mehr hatte

Burgenland
14.05.2026 19:00

Einen interessanten Blick zurück wagt Autor Josef Fally. Er legt besonderes Augenmerk auf die Jahre zwischen 1865 und 1871.

Klimawandel, Austrocknungsgefahr des Sees und der Lacken, Wassermanagement in der Region, Wasserzuleitung aus der Donau, Schilfbewirtschaftung – Biologe und Autor Dr. Josef Fally geht in seinem neuen Buch brennenden Themen rund um den Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel (teils buchstäblich) auf den Grund.

Dieses neue Werk beleuchtet die hochinteressanten Seiten des Sees, erhältlich im Buchhandel, im ...
Dieses neue Werk beleuchtet die hochinteressanten Seiten des Sees, erhältlich im Buchhandel, im Nationalparkzentrum Illmitz, beim Autor (www.fallyverlag.at).(Bild: Fally-Verlag)

Ein gänzlich ausgetrockneter Neusiedler See? Kein unbekanntes Phänomen. In „Weites Land am Steppensee“, Fallys aktuellem Werk, wird geradezu akribisch und reich bebildert dokumentiert, wie die Menschen in der Region die Zeit zwischen 1865 und 1871 erlebten – eine Periode, in der der Neusiedler See de facto überhaupt kein Wasser hatte.

Wehre und Schleusen sollen Wasser länger in der Region halten. 2022 war die Sorge groß, der See ...
Wehre und Schleusen sollen Wasser länger in der Region halten. 2022 war die Sorge groß, der See könnte austrocknen. Die Politik will eine Zuleitung aus der Donau.(Bild: Josef Fally)
(Bild: Josef Fally)
(Bild: Josef Fally)

Ab 1871 kehrte das kostbare Nass zurück. Heute herrscht unter den politisch Verantwortlichen Konsens, dass ein neuerliches Austrocknen unbedingt verhindert werden muss – wiewohl manche Ökologen meinen, dass Trockenphasen zu einem echten Steppensee schlichtweg dazugehören.Der Wasserpegel bleibt für immer im FokusWie sich der Grundwasserspiegel im Seewinkel wieder anheben lässt und somit das Überleben der Salzlacken ermöglicht, wird – mit all den dadurch entstehenden Problemen für unterkellerte Häuser – anhand eines millionenschweren EU-geförderten Projekts gezeigt. „Auch der große Schilfgürtel bereitet den Biologen Kopfzerbrechen. Weil nicht mehr so viel ,Rohr’ geschnitten wird wie in früheren Zeiten, überaltert es sehr und ist in diesem Zustand nur mehr bedingt ein artenreicher Lebensraum für Vögel und andere Tiere“, erklärt Autor Fally.

Im Nationalpark bemüht man sich seit mehr als 33 Jahren, solche und ähnliche Herausforderungen bestmöglich zu managen – durch Beweidung, Wiesenmahd, Wasserrückhalt in den Abflusskanälen, Entfernen unerwünschter Neophyten etc. Daher ist das internationale Schutzgebiet immer noch ein Hotspot für mehr als 130 verschiedene Vogelarten. Aber auch Ziesel, Hamster, Frösche, Unken, Schlangen, Insekten, Spinnen und natürlich unzählige Pflanzenarten, die es feucht, salzig oder trocken mögen, haben hier ihre Heimat gefunden. In dem Buch werden sie und ihre Lebensräume – See, Schilf, Lacken, Hutweiden, Wiesen, Salzfluren – in vielen prachtvollen Bildern vorgestellt.

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