Helfer gefordert

Orkanartige Böen bis zu 134 km/h: Einsatzserie

Österreich
27.03.2026 11:18

Eine stürmische Nacht liegt hinter weiten Teilen Österreichs: Das angekündigte Italientief legte sich, begleitet von teils massiven Windböen, über das Land und führte vor allem im Süden des Landes zu zahlreichen Einsätzen. Tausende Haushalte waren ohne Strom. Auch am Freitag bleibt es vielerorts stürmisch und weitaus kühler als zuletzt. Und auch Schnee bis in tiefere Lagen kann zu Problemen führen.

Spitzenreiter bei den Böen war die Kölnbreinsperre in Kärnten mit 134 km/h, berichtete die Geosphere Austria am Freitag. Der steirische Schöckl kam mit Windspitzen von bis zu 131 km/h auf Platz zwei, gefolgt burgenländischen Rechnitz mit 118. Zudem verzeichneten mehrere Stationen neue März-Rekorde: Etwa wurden neben dem Schöckl auch in St. Radegund (106 km/h), am Katschberg (94), Wörterberg (93), Friesach (93), Güssing (87) und Neumarkt (79) gemessen.

Probleme mit Stromversorgung in der Steiermark
Die stürmischen Böen ließen in der Nacht auf Freitag in der Steiermark reihenweise Bäume umstürzen, ebenso wurden auch Dächer abgedeckt. Viele steirische Feuerwehren sind seit den Nachtstunden im Einsatz, ein Ende der Arbeiten ist vorerst nicht in Sicht. Etwa 2000 steirische Haushalte waren Freitagfrüh ohne Elektrizität. „Im Laufe des Tages kann es aufgrund der anhaltenden Wetterlage weiterhin zu Unterbrechungen kommen“, wurde vorgewarnt.

(Bild: FF St. Lorenzen)
(Bild: FF Weng)

Tausende Haushalte in Kärnten ohne Strom
Auch in Kärnten liegt eine einsatzreiche Nacht hinter den Helfern. Hier waren es ebenfalls vorwiegend umgestürzte Bäume, die Probleme machten. So waren nicht nur Straßen blockiert, sondern auch Stromleitungen beschädigt worden. Die Folgen waren Stromausfälle und sogar Brände. Mit Stand Freitagfrüh waren in Kärnten rund 4500 Haushalte ohne Strom, teilte Robert Schmaranz von Kärnten Netz mit.

(Bild: Feuerwehr Radenthein)
(Bild: Feuerwehr Radenthein)

Verzeichnet wurde eine steigende Tendenz – der Sturm hält also an. Und auch bei den Reparaturarbeiten gab es Verzögerungen: „Unsere Monteure sind ausgerückt, aber es ist gar nicht überall möglich zu arbeiten, weil es einfach zu gefährlich ist. Wir müssen schauen, wie sich die Lage entwickelt“, so Schmaranz.

(Bild: APA/FF PINKAFELD)
(Bild: APA/FF PINKAFELD)

Unfall auf Schneefahrbahn
Auch im Burgenland kam es aufgrund des starken Windes in kurzer Zeit zu zahlreichen Einsätzen. Etwa meldete die Feuerwehr Pinkafeld eine kurze Nachtruhe aufgrund von Alarmierungen. Auch hier wurden aufgrund des Sturms mehrere Bäume entwurzelt. Diese blockierten Straßen und machten sie so unpassierbar. Bauzäune wurden vom Wind ebenso umgeworfen.

Auf dem Sieggrabener Sattel (Bezirk Mattersburg) auf der Burgenland-Schnellstraße S 31 waren die Autofahrer auf Schneefahrbahn unterwegs, und eben dort krachten im Frühverkehr sieben Wagen ineinander. Drei Personen wurden leicht verletzt, hieß es.

Tirol zittert vor Wochenende
Der Schneefall, der bereits am Donnerstag in Tirol niederging, bescherte in höheren Regionen bis zu 70 Zentimeter Neuschnee. Dazu gesellte sich teils orkanartiger Sturm, und ließ die Lawinengefahr damit stark steigen. Warnstufe 4 wurde ausgerufen. Gleichzeitig wächst die Sorge vor einem regelrechten Unfallwochenende, denn für Samstag ist Schönwetter vorhergesagt. Viele Wintersportler wird es ins Freie abseits der gesicherten Pisten ziehen.

74 Zentimeter Neuschnee am Arlberg
Laut Angaben der Unwetterzentrale lässt der Schneefall in den Nordalpen mittlerweile langsam nach. „Vom Mariazellerland bis in die Bucklige Welt schneit es in den kommenden Stunden aber noch kräftig“, hieß es. In Warth am Arlberg kamen bis Freitagfrüh 74 Zentimeter zusammen, 43 in Seefeld und 42 in Ramsau am Dachstein.

Die von der UWZ prognostizierte Schneeprognose für die kommenden 24 Stunden
Die von der UWZ prognostizierte Schneeprognose für die kommenden 24 Stunden(Bild: UBIMET)

Am Wochenende beruhigt sich das Wetter nur vorübergehend. Im Osten dominieren am Samstagvormittag zunächst noch Wolken den Himmel, vereinzelt fällt Regen, in höheren Lagen können sich auch ein paar Schneeflocken dazumischen. Im Westen Österreichs startet der Tag hingegen mit viel Sonnenschein, später beginnt auch hier der Regen. In höheren Lagen kann es auch schneien, meldete Geosphere Austria. Der Wind lässt langsam nach. Temperaturen von bis zu 13 Grad werden erwartet. 

Österreich
Wetterdaten:

Sonnige Abschnitte gibt es auch am Sonntag, vor allem im Süden. Ansonsten zeigt sich der Himmel wolkenverhangen, Regen und einmal Schneefall in höheren Lagen werden erwartet. Der Wind wird wieder kräftiger und bläst etwa am Alpenostrand auch stark. Die Temperaturen steigen auf maximal 11 Graed.

In der Karwoche muss aus heutiger Sicht mit weiteren Kaltluftvorstößen aus Nordeuropa gerechnet werden, so die Unwetterzentrale.

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