Delta Goodrem zündet den Turbo: Nach ihrem Halbfinal‑Höhenflug mischt die Australierin die ESC‑Wettquoten auf, während Finnland mit 43 Prozent weiter klar vorn liegt – und Österreichs Cosmó am Tabellenende am letzten Platz dahindümpelt.
Das Zittern bei allen ungesetzten Acts ist nun vorbei und das Final-Lineup steht. Jetzt geht es auch für etwaige Wettwütige in die entscheidende ESC-Phase. Zusammengefasst sehen Buchmacher für Topfavorit Finnland mittlerweile eine 43-Prozent-Chance auf den Sieg in der Stadthalle. Federn musste Griechenlands Akylas lassen: Er fiel in der Einschätzung auf Rang 3 zurück, während Australiens Delta Goodrem nach dem Halbfinale in neue Höhen stürmte und Cosmó ganz unten lauert.
ESC‑Offizielle haben übrigens klargestellt: Sollte Australien gewinnen, würde ein europäisches Land den Contest in seinem Namen ausrichten – die enorme Distanz, die Zeitverschiebung und der logistische Aufwand machen eine Durchführung in Australien schlicht unrealistisch.
In den zusammengefassten Wettquoten über 14 Anbieter hinweg, ging es in der ESC-Woche für Finnlands Linda Lampenius & Pete Parkkonen mit ihrem geigengeschwängerten „Liekinheitin“ stetig bergauf: Von 37 Prozent Erfolgswahrscheinlichkeit vor dem 2. Halbfinale konnte man nun nochmals um satte sechs Prozentpunkte hinauf. Dementsprechend gering ist die durchschnittliche Ausbeute für einen eingesetzten Euro. Hier winkt durchwegs eine Geldvermehrung unterhalb der Verdoppelung.
Griechenlands Publikumsliebling im Sinken
Wer sein Hab und Gut tatsächlich stärker vermehren und trotzdem noch eine halbwegs signifikante Siegchance vor Augen haben möchte, sollte sich in Richtung australischen oder griechischem Beitrag umsehen. Im Fall von Akylas‘ „Ferto“ ging es zuletzt quotentechnisch nach einem Zwischenhoch auf eine 16-prozentige Siegchance und langen Phasen auf Platz 2 nun auf acht Prozent hinunter. Ganz anders Delta Goodrems „Eclipse“, die nach den Halbfinal-Ausscheidungen deutlich gestärkt hervorgeht, und nun bei 15 Prozent liegt.
Israel auf Platz 4
Ungeachtet aller Diskussionen um die Teilnahme Israels findet sich Noam Bettan mit seinem Song „Michelle“ recht beständig in den Top Ten. Mittlerweile rangiert er sogar auf Platz 4, nur einen Prozentpunkt hinter Griechenlands Act. Ebenso im Aufwind ist Rumäniens Alexandra Căpitănescu mit ihrem etwas härter angelegten „Choke Me“: Platz 5 bei fünf Prozent Siegwahrscheinlichkeit. Knapp dahinter reiht sich nun Dänemarks Søren Torpegaard Lund („Før vi går hjem“) ein. Auch für ihn ging es im Verlauf der Woche recht steil von zwölf auf nur mehr vier Prozent hinunter im Tableau. Genau gegenläufig bewegen sich dort Italiens Sal Da Vinci („Per sempre sì“) sowie Bulgariens Dara („Bangaranga“) – nämlich aufwärts auf Platz 7 und 8. Den Reigen der relativ aussichtsreichen Top-Ten-Acts komplettieren aktuell Monroe aus Frankreich („Regarde!“) und Maltas Aidan („Bella“).
Muntere Platzwechsel vor dem Finale
Ziemlich stark abgefallen ist zuletzt etwa Schwedens Beitrag – „My System“ von Felicia -, der sich nur noch auf dem 15. Platz im Buchmacherranking findet. In diesen Gefilden liegt man bereits bei aggregierten Siegwahrscheinlichkeitseinschätzungen von einem Prozent. Das gilt etwa auch für einen der Publikumslieblinge der ESC-Fans: Moldaus Satoshi („Viva, Moldova“).
Noch ein Stückchen darunter – Siegchance unter einem Prozent – findet sich eine illustre Gruppe von sieben Acts aus der Gruppe der insgesamt 25 Finalstarterinnen und -starter. Mit dabei sind hier auch zwei der finanzstärksten Song-Contest-Länder: Die im Finale gesetzten Acts aus Großbritannien (Look Mum No Computer – „Eins, Zwei, Drei“) und Deutschland (Sarah Engels – „Fire“). Gleiches gilt für Cosmó, der inzwischen von den Wettanbietern am letzten Platz geführt wird.
Cosmó überall im Tief
Das gilt ebenso in der Prognose für das Juryvoting, wo Österreich hinter Deutschland ganz am Ende eingereiht wird. Als wahrscheinlichster Juryvotingsieger wird derzeit Australiens Beitrag gewertet. Finnland käme hier auf Rang 2 und Frankreich würde auf dem niedrigsten Siegertreppchen zu stehen kommen. Im Zuseherranking sehen die Buchmacher Israel recht deutlich vor Griechenland und Finnland. Auch hier macht Cosmós „Tanzschein“ quasi den Rausschmeißer auf Platz 25.
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