„Krone“-Kommentar

Steuern: Red Bull ist anders …

Kolumnen
28.03.2026 06:00
Porträt von Georg Wailand
Von Georg Wailand

Ja, er sei in seiner Amtszeit schon zweimal bei Red Bull in Salzburg gewesen, verriet Finanzminister Marterbauer in der parlamentarischen Fragestunde. Immerhin ist Red Bull der größte private Steuerzahler mit insgesamt 587 Millionen Euro im Jahr. Das verdient Respekt und Dank vom Staat, denn viele andere Konzerne, die bei uns hohe Gewinne machen, wählen lieber andere Wege, um die Steuerlast klein zuhalten.

Google, Apple, Amazon, Mc Donalds, Meta, Microsoft & Co, das bedeutet kaum KÖSt, dafür aber werden die Werbevolumina steueroptimal aus Österreich abgeschöpft, die heimischen Medien schauen durch die Finger. Ein Milliardenverlust für Österreich, die Konzerne kommen mit einer Pipifax-Digitalabgabe billig davon.

Das Momentum-Institut hat errechnet, dass Österreich jährlich durch die Steuervermeidung der Konzerne über eine Milliarde Euro entgeht. Dazu gibt es noch eine 14-prozentige Forschungsprämie und andere „großzügige Absetzposten“ (laut Betriebsansiedlungsfirma ABA) sowie „strategische Steueroptimierungsvorteile für Investitionen in Österreich.“

Zugleich aber spielt die Finanz auf super streng gegenüber österreichischen Betrieben – von prominenten Steuerverfahren ganz zu schweigen. Starbucks zahlt etwa von einem zweistelligen Millionenumsatz laut Momentum bei uns lächerliche 1000 Euro.

Respekt vor Red Bull, dafür aber ein Ruf nach mehr Fairness bei den Konzernen!

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