
Mit dem Sparpaket wurde eine große Entlastung für Unternehmen angekündigt. Die Lohnnebenkosten werden gesenkt. Allerdings erst 2028. Pikant: Bei diesem „Spar“-Paket hat man ausgerechnet auf die Mehrheit der österreichischen Unternehmen vergessen. Denn Ein-Personen-Unternehmen, kurz EPU, haben davon wenig bis nichts. Wer keine Löhne bezahlt, dem bringen weniger Lohnkosten nichts.
Mittlerweile sind über 62% aller heimischen Unternehmen Ein-Personen-Unternehmen. Diese 376.000 Menschen, davon 51,6% Frauen, bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft. Auch ich habe als Ein-Mann-Firma begonnen. Daraus wurden Superfund und Baha Tech. Wir brauchen diesen Gründergeist, denn aus Kleinem entsteht Großes. Jeder Konzern, der heute Arbeitsplätze schafft und Steuern zahlt, hat einmal am Küchentisch begonnen. Wie Red Bull, das rund eine halbe Milliarde Euro an Steuern für Österreich leistet. Doch Ein-Personen-Unternehmen werden nach wie vor zu wenig gefördert. Die Fixkosten – Sozialversicherung, Kammerumlagen, Steuerberatung – sind zu hoch. Die Teuerung trifft sie besonders hart: Betriebskosten steigen sofort, die Einnahmen oft erst viel später.
De facto ist das Risiko für diese Form der Selbstständigkeit derzeit zu groß. Hochachtung vor allen, die trotzdem gründen. Diese Unternehmerinnen und Unternehmer, die Jahr für Jahr 14 Mrd. Euro an direkter Wertschöpfung schaffen, verdienen längst ein echtes Entlastungspaket.
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