Den Song Contest in Wien hat der ORF gut bewältigt, aber kann der öffentlich-rechtliche Sender auch bewältigen, was ihm die Politik für die nächsten Jahre bescheren möchte? Der ORF kommt bekanntlich seit der Demontage von Generaldirektor Roland Weißmann Anfang März nicht zur Ruhe, fast täglich werden neue Skandälchen und Skandale ruchbar.
Die Regierung und die offensichtlich willfährige Stiftungsratsspitze versuchen die nicht einzudämmenden Diskussionen um die Zukunft des Öffentlich-Rechtlichen mit einer fatalen, vermeintlichen „Offensiv-Strategie“ zu beenden – indem man die Wahl des Generaldirektors kurzerhand vom August auf den Juni vorzieht.
Und man sich, wie es alle Spatzen vom Dach pfeifen, noch fatalererweise in der Regierung längst vor Ende der Bewerbungsfrist auf den neuen General festgelegt haben soll. Dem sogenannten externen Kandidaten Clemens Pig von der APA hat man gleich auch, wie man hört, ein rot-türkises Direktorenpaket untergejubelt.
Ein offenbar abgekartetes Spiel, das andere qualifizierte Kandidaten vertreibt: Wer wird denn eine Blamage als chancenloser Zählkandidat riskieren?
Doch eine g’mahte Wiesn ist die Bestellung des ausgepackelten Kandidaten dennoch nicht. Wie man hört, werden aussichtsreiche rechtliche Schritte gegen das unsaubere Treiben geprüft – und auch in der Kanzlerpartei wächst der Unmut. Noch wäre nicht alles zu spät: Die offizielle Ausschreibung läuft ja bis 28. Mai, 24 Uhr
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