In den vergangenen Wochen sind die Preise an den Zapfsäulen wegen des Iran-Kriegs ordentlich in die Höhe geschossen. Manche Österreicher weichen deshalb auf Tankstellen im Ausland aus – doch manche der Länder haben reagiert: mit Rationierungen und höheren Preisen für Ausländer.
Die Slowakei geht gleich mit mehreren Maßnahmen gegen die Tanktouristen vor: Seit Montag kostet dort Treibstoff für Ausländer mehr. Für Österreicher lohnt sich die Fahrt über die Grenze kaum noch. Denn der Preis für Autos mit ausländischem Kennzeichen wird aus dem Durchschnitt der Dieselpreise in Österreich, Tschechien und Polen berechnet.
Zusätzlich gilt, dass Kundinnen und Kunden pro Fahrzeug um maximal 400 Euro tanken und höchstens zehn Liter in Kanister abfüllen dürfen, berichtet die deutsche Tagesschau.
Maximal 50 Liter pro Tag
Auch in Slowenien kann inzwischen nicht mehr nach Lust und Laune getankt werden. Am Samstag beschloss die slowenische Regierung Rationierungen: Privatpersonen dürfen aktuell pro Tag nur maximal 50 Liter Benzin oder Diesel tanken, für Unternehmen gilt ein Limit von 200 Litern pro Tag.
Die Regierung nannte als Grund für diese neue Regelung vor allem den Tanktourismus aus Österreich und Italien seit Beginn des Iran-Kriegs – an manchen Tankstellen gab es sogar schon einen Mangel. In Slowenien gilt schon länger eine Regelung, die Spritpreise niedrig hält, seit einer Woche gilt diese allerdings nicht mehr für die Autobahntankstellen.
Hier gilt Exportverbot
Kein Limit, aber ein Exportverbot von Sprit gilt aktuell in Serbien: Diesel & Co. dürfen nicht ausgeführt werden – egal, mit welchem Transportmittel. Gleichzeitig senkte das Land die Verbrauchssteuern auf Rohöl um 60 Prozent.
Ähnlich wie in Österreich
Die deutsche Regierung plant, dass Tankstellen nur noch einmal am Tag – um 12 Uhr – die Preise erhöhen dürfen, diese Regelung galt bis vor kurzem auch in Österreich. Außerdem bekommt das Bundeskartellamt mehr Befugnisse gegen überhöhte Preise.
Regierung subventioniert Diesel
Die griechische Regierung subventioniert Diesel mit 16 Cent pro Liter. Gleichzeitig werden Griechinnen und Griechen mit geringem Einkommen besser unterstützt als bisher, berichtet die „Griechenland Zeitung“. Der sogenannte „Kraftstoff-Pass“ wird ausgeweitet.
Tankfüllung um 20 Euro billiger
Spanien kündigte eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Sprit an. Dadurch soll die Tankfüllung eines durchschnittlichen Autos um 20 Euro billiger werden. Nordmazedonien reduzierte ebenfalls die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel – von 18 auf zehn Prozent.
„Benzin ausverkauft“
In Italien wurde die Verbrauchssteuer auf Kraftstoffe vorerst bis zum 8. April gesenkt – die Regelung könnte aber verlängert werden. Die niedrigere Steuer sorgte dafür, dass an zahlreichen Tankstellen der Sprit knapp wurde. In Norditalien tauchten in den vergangenen Tagen viele Schilder mit „Benzin ausverkauft“ oder „Diesel ausverkauft“ auf. Trotzdem befürchtet man aktuell keine Versorgungskrise.
Preisdeckel in mehreren Ländern
Einen Preisdeckel für Diesel & Co. führten gleich mehrere Länder ein. In Ungarn gilt eine Höchstgrenze von 1,56 Euro für einen Liter Diesel und 1,51 Euro für Benzin. In Kroatien darf ein Liter Diesel aktuell maximal 1,55 Euro und ein Liter Benzin maximal 1,50 Euro kosten – der Höchstpreis wird allerdings regelmäßig angepasst, was vor den Änderungen zu Anstürmen auf die Tankstellen führt.
Eine Art flexiblen Preisdeckel gibt es auch in Belgien und Luxemburg. Dort wird regelmäßig der Höchstpreis neu festgelegt, der nicht überschritten werden darf, wie der Sender zdfheute berichtet.
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