„Markt beeinflusst“

Exportverbot ab April: Geht Russland Benzin aus?

Wirtschaft
27.03.2026 19:34

Russland setzt erneut auf Exportbeschränkungen beim Benzin. Die Krise im Nahen Osten und ukrainische Angriffe auf Raffinerien treiben die Öl- und Mineralölpreise im Land in die Höhe. Es ist aber nicht das erste Mal, dass der Kriegstreiber zu solchen Maßnahmen greift ...

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak hat das Energieministerium am Freitag beauftragt, einen Entwurf für ein Exportverbot von Benzin ab dem 1. April vorzulegen, wie die Regierung mitteilte. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass soll das Verbot bis zum 31. Juli gelten.

Russland hat bereits wiederholt Beschränkungen für Benzin- und Dieselexporte verhängt, um die steigenden Kraftstoffpreise einzudämmen und Versorgungsengpässen entgegenzuwirken. Über die Notwendigkeit eines Verbots für Dieselexporte werde noch diskutiert.

Crack-Spreads

Das ist die Preisdifferenz zwischen Öl und den daraus gewonnenen Erdölprodukten.

Novak sprach am Mittwoch bei der Vorstandssitzung des Energieministeriums davon, den heimischen Markt inmitten der globalen Energiekrise mit Kraftstoff zu versorgen: „Die Preise für Erdölprodukte und Crack-Spreads sind heute weltweit deutlich gestiegen. Das beeinflusst sowohl die Einnahmemöglichkeiten der Energieunternehmen als auch die Stabilität des Binnenmarktes, der sich an Marktpreisen orientiert.“

Die Kraftstoffpreise in Russland steigen seit Ende Februar unter anderem, weil sich die Lage im ...
Die Kraftstoffpreise in Russland steigen seit Ende Februar unter anderem, weil sich die Lage im Nahen Osten verschärft hat.(Bild: APA/HARALD SCHNEIDER)

Nach Angaben der Regierung liegen die Verarbeitungsmengen von Rohöl weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres, was eine verlässliche Versorgung mit Ölprodukten sicherstellen würde.

Benzinknappheit durch ukrainische Angriffe
Im vergangenen Jahr berichteten mehrere Regionen Russlands sowie von Russland kontrollierte Gebiete der Ukraine von Benzinknappheit, ausgelöst durch die stark gestiegene saisonale Nachfrage und verstärkte ukrainische Angriffe auf Raffinerien. Aktuell setzt die Ukraine Drohnen gezielt gegen russische Ölhäfen und Raffinerien ein, um Moskaus zusätzliche Milliardeneinnahmen aus dem Iran-Konflikt zu verringern.

Im Februar 2026, als das Exportverbot für Erdölprodukte einen Monat früher als geplant aufgehoben wurde, berechnete die Internationale Energieagentur  (IEA), dass Russland 90.000 Barrel Benzin und 850.000 Barrel Diesel pro Tag exportierte, verglichen mit 70.000 Barrel pro Tag bzw. einer Million Barrel pro Tag im Jänner.

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