Slowenien hat sich seit Beginn des Kriegs im Iran als bedeutendes Ziel für den Tanktourismus entwickelt. Die meisten Nachbarländer, darunter auch Österreich, haben weit höhere Spritpreise. Nun dürfte es der slowenischen Regierung aber reichen: Sie hat angekündigt, die Abgabe von Treibstoff an den Tankstellen einzuschränken.
Künftig dürfen Autofahrerinnen und Autofahrer höchstens 50 Liter Benzin oder Diesel pro Tag in ihre Fahrzeuge füllen. Für Unternehmen gelte ein Limit von 200 Litern pro Tag, sagte Sloweniens Ministerpräsident Robert Golob. Die Regelung sollte am heutigen Sonntag in Kraft treten. Wie ihre Einhaltung kontrolliert wird, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
In unserem Nachbarland gibt es schon länger eine amtliche Preisregelung, die den Benzin- und Dieselpreis niedrig hält. Ein Liter Benzin 95 Oktan kostet derzeit 1,466 Euro. Seit Freitag sind die Autobahntankstellen von der Regel ausgenommen. Dort bezahlen Autofahrerinnen und Autofahrer etwa 1,70 Euro pro Liter. Das ist immer noch deutlich weniger als in Österreich.
Die nun eingeführte Begrenzung begründet die Regierung tatsächlich damit, dass immer mehr Tanktouristinnen und Tanktouristen Slowenien ansteuern würden. Ansonsten seien die Treibstofflager gefüllt, Probleme gebe es nur bei der zügigen Auslieferung zu den Tankstellen, sagte Golob.
Warum das Land beliebtes Ziel ist
Slowenien hat niedrigere Spritpreise als Nachbarländer wie Österreich und Deutschland. Verglichen werden können diese etwa über Europa-Listen, die Mobilitätsclubs wie der ÖAMTC zur Verfügung stellen. Hierzulande lag der Preis für einen Liter Diesel am Samstag bei durchschnittlich 2,093 Euro und für Super bei 1,833 Euro. Am billigsten war es laut dem Spritpreisrechner der E-Control in den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark. Teurer war es wie üblich in Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Erst am Freitag hoben viele Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel stark an. Seit dieser Woche dürfen sie die Preise ausschließlich am Montag, Mittwoch und Freitag um 12 Uhr erhöhen.
Der durchschnittliche österreichweite Preis für Diesel und Benzin bezieht sich immer auf die Mitte aller eingegangenen Meldungen. Manche Tankstellen werden von dem Spritpreisrechner nicht erfasst. Das kann zum Beispiel den Grund haben, dass sie gerade erst eröffnet haben.
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