Anders als Österreich führt Kroatien erneut eine Preisobergrenze für Kraftstoffe ein. Ab Dienstag gilt für mindestens zwei Wochen ein Höchstpreis von 1,50 Euro pro Liter Super und 1,55 Euro für Diesel, kündigte Ministerpräsident Andrej Plenkovic an.
Ohne staatliche Eingriffe wären die Preise nach Angaben Plenkovic‘ auf 1,55 Euro für Benzin und 1,72 Euro für Diesel gestiegen.
Kroatien hatte bereits nach Beginn des Ukraine-Kriegs Spritpreise reguliert, die Maßnahme jedoch im vergangenen Juli beendet.
Südkorea führt nach 30 Jahren Preisobergrenze ein
Funfact: verkündete bereits Südkorea, erstmals nach fast dreißig Jahren eine Preisobergrenze für Kraftstoffe einzuführen.
Aktuell gibt es in Kroatien auch Strompreissubventionen, um Haushalte und Unternehmen in der globalen Energiekrise zu entlasten. Allein im September 2025 genehmigte die Regierung ein Energienothilfepaket in Höhe von 175 Millionen Euro - den neunten Maßnahmenschritt in vier Jahren zur Abfederung steigender Energiekosten.
Österreich: Rufe nach staatlichem Eingriff, aber Minister bremst
Auch in Österreich ist eine innenpolitische Debatte um die hohen Spritpreise entbrannt. Rufe nach einem staatlichen Eingriff werden immer lauter -ewta von FPÖ-Chef Herbert Kickl. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) warnte am Montag jedoch davor.
Zwar sei für ihn klar, „dass es keine Krisengewinner geben darf auf Kosten der Autofahrer“, man müsse aber aufpassen, dass gesetzte Maßnahmen nicht zu einer Angebotsverknappung in Österreich führen, „und dann sind die Zapfsäulen leer“. Sollten die Sprit-Preise aber längerfristig hoch bleiben, müsse über Maßnahmen nachgedacht werden.
Spritpreise über 2 Euro
Um die Versorgungssicherheit macht sich der Wirtschaftsminister aktuell keine Sorgen. Sowohl die Gasspeicher als auch die Ölreserve seien gut gefüllt. Letztere entspreche ungefähr einer Versorgung Österreichs für drei Monate. In Wien und Bregenz kostete Diesel Montagmittag nur noch bei den günstigsten Tankstellen um die 1,90 Euro und Benzin rund 1,70 Euro pro Liter. Vereinzelt ist die Zwei-Euro-Marke bereits gefallen.
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