Nach den jüngsten Preissprüngen gibt es für Autofahrer in Österreich zumindest einen kleinen Hoffnungsschimmer: Die Spritpreise sind am Dienstag leicht gesunken. Gleichzeitig arbeitet die Politik an einer möglichen staatlichen Bremse – eine Entscheidung könnte bereits in den kommenden Tagen fallen.
Wie die Regulierungsbehörde E-Control am Mittwoch mitteilte, lag der österreichweite Medianpreis für Diesel bei 2,164 Euro pro Liter. Am Montag waren es noch 2,189 Euro gewesen. Auch Benzin wurde etwas günstiger: Hier fiel der Medianpreis von 1,887 auf 1,872 Euro je Liter.
Preisanstieg durch internationale Lage
Hintergrund der weiterhin hohen Preise ist der Krieg rund um den Iran und die damit verbundenen Anstiege bei den Rohölpreisen. In Reaktion darauf wurde in Österreich bereits eine Einschränkung für Tankstellenbetreiber eingeführt: Preiserhöhungen sind seither nur noch dreimal pro Woche erlaubt – jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag um 12 Uhr.
Regierung arbeitet an Preisbremse
Parallel dazu laufen nach wie vor Gespräche innerhalb der Bundesregierung sowie mit den Grünen über eine mögliche Spritpreisbremse. Für die Umsetzung benötigen ÖVP, SPÖ und NEOS eine Zweidrittelmehrheit im Nationalrat.
Geplant ist, per Verordnung die Mineralölsteuer zu senken und gleichzeitig die Margen von Raffinerien und Tankstellen zu begrenzen. Voraussetzung dafür wäre, dass die Preise für Diesel oder Benzin über einen Zeitraum von zwei Monaten um mehr als 30 Prozent steigen.
Beschluss noch diese Woche geplant
Insgesamt soll die Maßnahme eine Entlastung von rund zehn Cent pro Liter bringen. Die Regierungsparteien hoffen, das entsprechende Gesetz bereits am Mittwoch im Nationalrat zu beschließen. Am Freitag soll auch der Bundesrat grünes Licht geben.
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