„Krone“-Kommentar

Festspiele: Der König geht, das Neue kommt

Kultur
26.03.2026 19:55

Er sei halt ein Künstler. So versuchten Freunde von Markus Hinterhäuser das mitunter merkwürdige Verhalten des Festspielintendanten zu entschuldigen.

Als „König von Salzburg“ wurde Hinterhäuser von der Illustrierten „News“ bezeichnet. Vielleicht glaubte Hinterhäuser die Erzählung von seiner Krönung selbst.

Das Ende ist unrühmlich. Hinterhäusers international Maßstäbe setzendes Sensorium für die Kunst ließ zu wenig Platz für menschliches Einfühlungsvermögen.

Wenn nun einige sagen, Hinterhäusers Verhalten sei nicht mehr zeitgemäß gewesen, ist das grundfalsch. Schlechtes Benehmen war zu keinem Zeitpunkt zeitgemäß. Es wurde bloß lange darüber hinweggesehen. Weil das solvente Publikum bereit war, viel Geld für die Festspielkarten hinzulegen.

Analysiert für die „Krone“: Innenpolitik-Experte Claus Pándi
Analysiert für die „Krone“: Innenpolitik-Experte Claus Pándi(Bild: Krone KREATIV)

Das genügte der genügsamen Politik, die sich nur im Glanz der Spiele sonnen wollte. Jede Kritik wurde mit dem Hinweis auf die „Umwegrentabilität“ erstickt. Höchste Kunst zu höchsten Preisen, lautete das Motto, mit dem die Subventionen gerechtfertigt worden sind.

In dem ungesunden System wollte man mit Vertrauten und Freunden unter sich bleiben. Unappetitlichkeiten wurden mit falscher Süßlichkeit zugedeckt. Mit Karoline Edtstadler als neuer Salzburger Landeshauptfrau war dann Schluss mit der gespielten Harmonie.

Und das ist gut so.

Die Salzburger Festspiele sollen kein Museum nur für die Eliten sein, sondern ein lebendiges Festival, das sich nun mit frischem Personal erneuern muss.

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