HBO-Chef Casey Bloys hat bestätigt, dass die Produktion der kommenden „Harry Potter“-Fernsehserie nach Morddrohungen gegen Darsteller über einen „starken Sicherheitsapparat“ verfügt.
Die kommende HBO-Adaption von J.K. Rowlings Zaubererreihe hat viele Debatten über die offenen Ansichten der Autorin ausgelöst, die viele als transfeindlich bezeichnen. Zugleich sprach der neue Severus-Snape-Darsteller Paapa Essiedu über die toxischen und rassistischen Reaktionen auf seine Mitwirkung an dem Projekt. All der Hate hat die Produktion dazu veranlasst, vorsorglich Schutzmaßnahmen einzurichten.
„An manchen Stellen beängstigend“
HBO- und HBO-Max-Chef Casey Bloys sagte gegenüber „Variety“: „Bei Schauspielern in großen Serien – und das ist offensichtlich eine davon, bei der man leidenschaftliche Fans und Leute mit vielen Meinungen hat – kann es an manchen Stellen beängstigend werden.“
Deshalb versuche man bei jeder solchen Serie, Schulungen anzubieten, die die besten Praktiken im Umgang mit sozialen Medien und damit, wie man damit umgeht, bieten. Aber nicht nur das: „Natürlich haben wir ein ernstes Sicherheitsteam. Leider vermuteten wir schon, dass so etwas passieren könnte, und wir versuchen einfach, so vorsichtig wie möglich zu sein.“
HBO hat gerade das erste offizielle Foto der Serie veröffentlich – es zeigt Harry Potter von hinten in seinem Gryffindor-Quidditch-Mantel mit der Nummer 7:
Morddrohungen gegen schwarzen Severus Snape
Paapa hatte kürzlich offenbart, dass Menschen Einwände dagegen erhoben haben, dass ein schwarzer Schauspieler die Rolle des Severus Snape spielt. Sogar Morddrohungen hat der Star erhalten. Er sagte der Zeitung „The Times“: „Mir wurde gesagt: ,Steig aus, sonst bringe ich dich um.‘ Es ist wirklich wichtig. Die Realität ist, dass ich, wenn ich auf Instagram schaue, jemanden sehe, der sagt: ,Ich werde zu dir nach Hause kommen und dich töten.‘“
Der Star sei sich zwar sicher, dass kein Harry-Potter-Fanatiker diesen Worten wirklich Taten folgen lassen wird. Trotzdem will er nicht auf die Vorsichtsmaßnahmen verzichten: „Auch wenn ich hoffe, dass alles gut wird – niemand sollte so etwas erleben müssen, nur weil er seinen Job macht. Viele Menschen riskieren in ihrem Beruf ihr Leben. Ich spiele einen Zauberer in ,Harry Potter‘. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das emotional nicht betrifft.“
Darsteller für zehn Jahre verpflichtet
An anderer Stelle in seinen neuen Interviews betonte Bloys, dass es nicht schwierig gewesen sei, Schauspieler dafür zu gewinnen, sich auf ein Jahrzehnt Arbeit für die „Potter“-Serie einzulassen, bei der jede Staffel einem der sieben Bücher von Rowling gewidmet sein soll.
Er verriet: „Immer wenn jemand für ein TV-Projekt unterschreibt, ist die Hoffnung doch, dass es für die nächsten zehn Jahre ein Job wird. Das ist doch ein Traum. Also hatten wir damit eigentlich keine Probleme.“
Jeder, der bereit sei, für eine Fernsehserie vorzusprechen, wisse dass er sich möglicherweise auf einen langfristigen Job einlässt. „Es ist also etwas, worüber man nachdenken muss. Aber wir haben nicht viele Leute erlebt, die gesagt haben: ,Nun, ich will das nicht machen, weil es zu lange dauern wird.‘“
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