Vereinzelt billiger

Diesel kostet erstmals über zwei Euro pro Liter

Wirtschaft
21.03.2026 09:18

Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg sind die Spritpreise in Österreich weiter gestiegen. Am Freitag hoben viele Tankstellen ihre Preise für Benzin und Diesel stark an. Diesel kostete erstmals seit Beginn der US-israelischen Bombardierungen mehr als zwei Euro.

Der österreichweite Median betrug am Freitag 2,109 Euro für einen Liter Diesel – nach 1,969 Euro am Donnerstag. Der Median für Benzin stieg von 1,759 Euro auf 1,849 Euro, wie die Regulierungsbehörde E-Control auf ihrer Website am Samstag mitteilte. Am günstigsten war Diesel demnach im Burgenland (2,098 €), am teuersten in Salzburg, Tirol und Vorarlberg (je 2,149 €). Bei Super war der niedrigste Wert am Freitag im Burgenland und in Oberösterreich (je 1,848 €), der höchste in Tirol (1,874 €).

Vereinzelt gibt es hierzulande noch Tankstellen, in denen Diesel für unter zwei Euro pro Liter getankt werden kann. Diese liegen meist in Grenznähe zu Ländern, in denen Sprit günstiger ist. Im Spritpreisrechner der E-Control sind ungefähr 95 Prozent aller Tankstellen in Österreich erfasst. Wer diesen nutzt, bekommt immer die zehn nächsten zum Ausgangspunkt angezeigt. Die E-Control empfiehlt, bei Suchabfragen den Straßennamen und die Hausnummer des Standorts einzugeben, an dem man sich gerade befindet oder von dem aus eine Tankstelle gesucht werden soll. Trotz großer Unterschiede sind die Spritpreise tendenziell im Osten Österreichs niedriger als im Westen.

Seit dieser Woche dürfen die Tankstellen hierzulande die Preise ausschließlich am Montag, Mittwoch und Freitag um jeweils 12 Uhr erhöhen. Gesenkt werden dürfen sie hingegen jederzeit. Preiserhöhungen müssen bereits zehn Minuten später in die Datenbank gemeldet werden, Senkungen eine halbe Stunde später. Der ÖAMTC empfiehlt unter anderem, bei längeren Fahrten Tankstopps zu planen, gegebenenfalls im Ausland zu tanken (etwa bei einer Fahrt in den Urlaub) – er stellt eine Liste der Treibstoffpreise in Europa zur Verfügung – und Autobahntankstellen zu meiden.

Anstieg auch nach Kriegsbeginn in der Ukraine
Seit dem Krieg im Iran sind die Spritpreise um rund 50 Cent gestiegen. Vor Ende Februar kostete Diesel im Mittel noch 1,57 Euro und Benzin 1,52 Euro pro Liter. Einen ähnlich starken Anstieg gab es zuletzt Anfang 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine. Anfang März 2022 haben Benzin und Diesel ebenfalls innerhalb von zwei Wochen um 50 Cent zugelegt.

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