Explosion in Lettland
Russische Drohne trifft Kraftwerk in Estland
Laut Angaben des estnischen Geheimdienstes ist eine russische Drohne gegen ein Kraftwerk des baltischen Landes geprallt. Verletzte gibt es nicht. Auch nicht in Lettland, wo eine russische Drohne 20 Minuten nach Eindringen in den Luftraum des Landes explodierte.
Die Drohne habe „den Schornstein des Kraftwerks Auvere“ getroffen, hieß es in einer Mitteilung des estnischen Geheimdienstes ISS. Die Energieinfrastruktur sei nicht beschädigt worden, verletzt worden sei ebenfalls niemand. Eine weitere russische Drohne war in der Nacht in den lettischen Luftraum eingedrungen. Justizministerin Liisa-Ly Pakosta kündigte eine Sondersitzung der Regierung an. Laut ersten Ermittlungen dürfte die Drohne nicht gezielt nach Estland gesteuert worden, sondern eine Folge von gegenseitigen Drohnenangriffen der beiden Kriegsparteien und den Abwehrbestrebungen mittels Störsendern gewesen sein.
Lettland: Eingedrungene Drohne in der Luft explodiert
In Lettland sagte ein Militärsprecher im Fernsehen, dass um 2.19 Uhr (Ortszeit) ein unbekanntes Flugobjekt per Radar erfasst worden sei, das sich der lettischen Grenze näherte und diese überflog. Rund 20 Minuten später sei die Drohne in Nähe des Dorfes Dobricina in der Gemeinde Kraslava von selbst explodiert – ohne dass eine alarmierte Einheit der Luftwaffe eingegriffen hätte.
Zuvor sei gegen 0.50 Uhr (Ortszeit) bereits ein Objekt von belarussischer Seite in den lettischen Luftraum eingedrungen, habe eine leichte Kurve geflogen und sei in den russischen Luftraum weitergeflogen. Der Sprecher ging davon aus, dass die unbemannten Fluggeräte in beiden Fällen vom Kurs abgekommen oder durch elektronische Abwehrmaßnahmen fehlgeleitet worden seien.
Ukrainische Drohnen nahmen Ostseehäfen ins Visier
Denn unterdessen griffen die ukrainischen Streitkräfte Russland mit großen Drohnenschwärmen an und lösten mehrere Brände im Ostseehafen Ust-Luga aus. Das Verteidigungsministerium in Moskau berichtete von 398 feindlichen Langstreckendrohnen über vielen Teilen Russlands, die angeblich abgefangen worden seien. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS war es der schwerste bisher verzeichnete Drohnenangriff aus der Ukraine.
Er folgte auf einen Tag, an dem Russland neben Raketen auch eine Höchstzahl von fast 950 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet hatte. Durch zwei Angriffswellen am Dienstag in der Nacht und über Tag gab es Tote, Verletzte und schwere Schäden. In der westukrainischen Großstadt Lwiw (Lemberg) wurden historische Gebäude in der Altstadt beschädigt, die zum Weltkulturerbe zählt. Am Montag hatten ukrainische Drohnen Öltanks im Ostseehafen Primorsk angegriffen.
Häufige Luftverletzungen durch russische Drohnen
Im Zuge des seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine waren im Luftraum europäischer NATO-Staaten immer wieder Drohnen an Flughäfen und Militäreinrichtungen gesichtet worden, unter anderem auch in Deutschland.
Russische Drohnen oder Militärflugzeuge waren zudem mehrfach in den Luftraum unter anderem Polens, der baltischen Staaten und Rumäniens eingedrungen.










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