Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter hat einmal mehr den Fußball-Weltverband und seinen Nachfolger Gianni Infantino scharf kritisiert. „Der Präsident, der jetzt da ist, der redet nur noch mit Staatschefs, reist mit Jets um die Welt und hat vergessen, dass die Essenz der FIFA das Spiel ist“, sagte der 90-jährige Blatter in einem Interview des ZDF. Auch die WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko kritisierte er, „da schert sich niemand um Nachhaltigkeit“.
Blatter verurteilte weiter, wie viel Macht Infantino habe. „Die FIFA ist im Moment eine Diktatur. Alles, was der Präsident sagt, wird gemacht. Und alles andere wird zum Schweigen gebracht“, bekräftigte der Schweizer seine schon mal geäußerte Meinung. „Die FIFA ist eben nicht mehr eine respektable Organisation. Am Kopf ist es nicht gut.“
Vor zehn Jahren war Infantino Blatters Nachfolger an der Spitze des Fußball-Weltverbands geworden. Ende April kündigte der 56-Jährige an, sich 2027 zum dritten Mal zur Wiederwahl als FIFA-Präsident stellen zu wollen. Blatter war von 1998 bis 2015 FIFA-Präsident und im Zuge von Korruptionsermittlungen abgetreten. Seine Amtsführung war ebenfalls hoch umstritten. Von der FIFA ist Blatter aktuell enttäuscht. „Es geht nur noch ums Geld und nicht mehr um das Spiel“, sagte der ehemalige Fußball-Funktionär.
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