Nicht nur die Natur blüht im Frühjahr auf, sondern auch die Schwarzarbeit. Dass dies nicht bloß harmloses Geldsparen darstellt, davor warnt die Wirtschaftskammer.
„Gerade im Frühjahr versuchen dubiose Anbieter verstärkt, mit spontanen Handwerksleistungen an der Haustür Aufträge zu bekommen“, erklärt der Kärntner Referatsleiter Waldemar Wagner. So wurden im Vorjahr in Kärnten rund 600 Pfuscher-Meldungen erfasst, die zu mehr als 100 Anzeigen führten.
„Die meisten Fälle gab es in den Bezirken Klagenfurt Stadt, Villach Land und Villach Stadt, die wenigsten im Bezirk Hermagor“, so Wagner. „Das Problem ist, dass es für Konsumentinnen und Konsumenten oft schwer erkennbar ist, ob es sich tatsächlich um ein gemeldetes Unternehmen handelt.“
Seriöse Unternehmen geraten unter Druck, weil sie mit illegalen Anbietern konkurrieren müssen, die weder Steuern noch Abgaben zahlen.

Christian Starzacher, Wirtschaftskammer Kärnten
Bild: GERD EGGENBERGER
Probleme mit Haftpflichtversicherung und Gewährleistung
Und das Problem betrifft nicht bloß Kärntner Betriebe, denen Aufträge durch den „organisierten Pfusch“ verloren gehen. „Ohne ordnungsgemäße Gewerbeberechtigung fehlen meist auch Haftpflichtversicherung und Gewährleistung“, erklärt Christian Starzacher von der Wirtschaftskammer. „Im schlimmsten Fall bleiben Betroffene auf den Reparaturkosten sitzen.“
Daher bittet die Wirtschaftskammer um Unterstützung. „Pfusch ist kein Kavaliersdelikt. Er schadet Konsumenten, gefährdet Arbeitsplätze und verzerrt den Wettbewerb. Jede Meldung hilft, illegale Anbieter aufzudecken“, so Starzacher. Bei Verdacht: 0676/885868470 (Montag bis Samstag, 8 bis 17 Uhr) oder unter: wkktn.at/pfuschermeldung.
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