Firma zahlte nicht aus

AK erkämpft 162.000 Euro für Pensionisten

Kärnten
24.03.2026 11:58
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Nach 36 Jahren im selben Unternehmen freute sich ein Kärntner auf seinen wohlverdienten Ruhestand, in dem Glauben, dank einer zugesagten Betriebspension auch finanziell abgesichert zu sein. Nach einem Eigentümerwechsel wollte im Betrieb plötzlich niemand mehr von der alten Pensionsordnung wissen ...

Es ist ein Fall, der Bauchschmerzen bereitet! „Ein Kärntner war seit 1986 im Unternehmen beschäftigt, das ihm aufgrund einer alten Pensionsordnung eine Betriebspension als zusätzliche Absicherung für den Ruhestand zusicherte“, erklärt die Arbeiterkammer Kärnten (AK) den Vorfall.

Doch dann wurde das Unternehmen verkauft, Eigentümer und Strukturen änderten sich, entsprechende Unterlagen verschwanden offenbar, heißt es weiter. Als der Mann 2022 in die Pension ging, folgte die böse Überraschung.

Pensionist wandte sich an AK
Trotz mehrmaliger Anfrage durch den Betroffenen blieb eine Reaktion des Arbeitgebers aus. Der Pensionist wandte sich an die AK. „Gerade bei langjährigen Dienstverhältnissen und nach Betriebsübernahmen geraten bestehende Regelungen oder Zusagen leicht in Vergessenheit. Für die Betroffenen geht es dabei oft um sehr viel Geld“, erklärt AK-Jurist Fabio Del Frate.

Del Frate machte die Ansprüche des Kärntners gerichtlich geltend. „Nach zwei Verhandlungsterminen lenkte das Unternehmen schließlich ein.“

Der Pensionist erhält nun 162.000 Euro brutto an Firmenpension. „Zum Glück hatte der Mann die alte Pensionsordnung aufbewahrt und konnte so seinen Anspruch nachweisen“, so der Arbeitsrechtsexperte.

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