„Nur Frage der Zeit“

Stehen diese Golfstaaten kurz vor Kriegseintritt?

Außenpolitik
24.03.2026 12:59

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), zwei Verbündete der USA, haben einem Medienbericht zufolge erste Schritte unternommen, um aktiv in den Iran-Krieg einzugreifen. Damit droht eine weitere Eskalation des Konflikts.

Saudi-Arabien habe zugestimmt, dem US-Militär Zugang zur King-Fahd-Luftwaffenbasis zu gewähren, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Ein Kriegseintritt sei daher „nur eine Frage der Zeit“, mutmaßt das Blatt.

Kehrtwende der Saudis
Ein Kriegseintritt von Saudi-Arabien wäre eine Kehrtwende, da das Land zu Kriegsbeginn noch erklärt hatte, seine Stützpunkte könnten nicht für Angriffe auf seinen langjährigen Rivalen genutzt werden. 

„Geduld nicht unbegrenzt“
Dieser Versuch, sich aus dem Krieg herauszuhalten, scheiterte jedoch, als der Iran begann, wichtige saudische Energieanlagen und die Hauptstadt Riad anzugreifen, heißt es in dem Bericht. Saudi-Außenminister Faisal bin Farhan warnte inzwischen, die Geduld seines Landes sei nicht unbegrenzt und die Annahme, die Golfstaaten würden nicht reagieren, sei „ein Irrtum“.

Saudi-Arabien (li.) hat den USA die Nutzung wichtiger Luftwaffenstützpunkte gestattet und erwägt ...
Saudi-Arabien (li.) hat den USA die Nutzung wichtiger Luftwaffenstützpunkte gestattet und erwägt ein direktes Eingreifen in den Iran-Krieg, während die VAE iranische Finanznetzwerke und -vermögen ins Visier nehmen – und damit wichtige Lebensadern abschneiden.(Bild: AFP/FAYEZ NURELDINE)

VAE nehmen iranische Finanznetzwerke ins Visier
Die Zeitung zitierte zudem informierte Kreise, wonach die Vereinigten Arabischen Emirate iranische Finanznetzwerke und -vermögen ins Visier genommen – und damit wichtige Unterstützungsquellen für Teheran untergraben hätten. So soll ein im iranischen Besitz befindliches Krankenhaus sowie ein Klub geschlossen worden sein. Das US-Militär äußerte sich bislang noch nicht dazu, ob es Hilfe von Ländern in der Region erhalte.

Zwischen Verhandlungen und neuen Bombardierungen
Seit Montag scheint der Iran-Krieg in eine neue Phase eingetreten zu sein. Plötzlich stehen Verhandlungen und ein mögliches Ende der Feindseligkeiten im Zentrum. Gleichzeitig gehen die gegenseitigen Bombardierungen weiter und scheinen die angeblichen diplomatischen Fortschritte nicht widerzuspiegeln.

Und das iranische Militär hat laut eigenen Angaben noch nicht alle militärischen Kapazitäten ausgeschöpft. „Der Feind soll wissen, dass neue Überraschungen auf dem Weg sind“, sagte ein religiöser Vertreter der Revolutionsgarden an Israel und die USA gerichtet. Man werde sich niemals ergeben.

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