Israels Regierung rechnet nicht damit, dass sich die iranische Führung auf die jüngsten US-Forderungen einlässt. Diese beträfen nämlich wahrscheinlich das Atom- und Raketenprogramm des Landes, sagten drei hochrangige israelische Vertreter am Dienstag.
Wie berichtet, hatte US-Präsident Donald Trump Teheran ein Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormuz gestellt, das ursprünglich in der Nacht auf Dienstag (MEZ) abgelaufen wäre. Am Montag verlängerte er die Frist schließlich um fünf Tage und begründete das damit, dass es zwischen den USA und dem Iran produktive Gespräche gegeben hätte. Das hat der iranische Parlamentspräsident Mohammed Baker Ghalibaf aber dementiert. Es habe keine Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten gegeben, sagte er.
Laut Berichten betrifft die Verschiebung explizit nur Angriffe auf militärische Energieanlagen. Militärische Ziele, die Marine, Raketen und die Rüstungsindustrie sind demnach von dem Stopp ausgenommen. Das sagte ein US-Regierungsvertreter. Im Iran waren zuletzt mehrere Einrichtungen der Energieinfrastruktur bei Angriffen der USA und Israels beschädigt worden, darunter eine Erdgas-Pipeline in einem Kraftwerk an der Grenze zum Irak.
Kämpfer im Irak getötet
Mit dem Irak verbündete Milizen haben unterdessen erneut einen US-Angriff auf eine ihrer Stellungen im Land gemeldet. Dabei seien 14 ihrer Mitglieder getötet worden, teilten die „Volksmobilisierungskräfte“ (PMF bzw. Hashd al-Shaabi) am Dienstag mit. Auch der Kommandant der Provinz sei ums Leben gekommen. Es habe sich um einen „hinterhältigen US-Luftangriff“ gehandelt. Zusätzlich meldeten lokale Quellen einen Raketen- und Drohnenangriff auf eine Basis kurdischer Kämpfer im Norden des Landes. Dabei wurden sechs Mitglieder getötet und mehr als 20 weitere verletzt.
Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch proiranische Milizen im Irak Angriffe auf die Kurdenregion für sich reklamiert. In Erbil befindet sich ein multinational genutzter Stützpunkt, auf dem Streitkräfte der USA und auch Deutschlands stationiert sind. Der Irak war in der Vergangenheit lange Schauplatz eines Stellvertreterkriegs zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Die Führung sagt, nicht in den aktuellen Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran hineingezogen werden zu wollen.
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