US will Schiff stoppen

Russischer Tanker soll Kubas Energiekrise lindern

Ausland
23.03.2026 12:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem zweiten landesweiten Stromausfall binnen weniger Tage steht Kuba erneut im Dunkeln. Ursache war ein technischer Defekt – doch dahinter steckt weit mehr: Fehlendes Öl und internationale Spannungen, die von den USA ausgehen. Jetzt ruht die Hoffnung auf einem Schiff …

Am Inselstaat am Golf von Mexiko kam es am Samstag zu einem zweiten landesweiten Stromausfall innerhalb von weniger als einer Woche. Das kubanische Energieministerium hatte eine „vollständige Abschaltung“ des nationalen Stromsystems gemeldet. Auslöser des Problems war nach Behördenangaben der Ausfall eines Kraftwerkblocks in einem der acht Wärmekraftwerke des Landes. Der Ausfall führte demnach zu einem Dominoeffekt.

Kubas veraltetes Stromerzeugungssystem ist in einem schlechten Zustand. Der Inselstaat hat zudem mit Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen. Verschärft wird die Wirtschaftskrise durch das Ausbleiben der Öllieferungen aus Venezuela, die auf die Handlungen von US-Präsident Donald Trump zurückzuführen sind.

Ausbleibendes Öl aus Venezuela
Trump hatte Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro bei einer US-Militärintervention Anfang Jänner gefangennehmen und in die USA bringen lassen, wo er wegen Vorwürfen des Drogenhandels inhaftiert wurde. Seither bleiben die Öllieferungen des bisher mit Kuba verbündeten Venezuela aus, was schwere Folgen für die Bevölkerung des Inselstaats hat. Trump drohte überdies anderen Staaten mit Repressalien, sollten diese Öl an Kuba liefern. Am vergangenen Montag drohte der US-Präsident zudem erneut mit einer Übernahme des kommunistisch regierten Kuba.

Nun soll es Russland richten
Havanna setzt auf Unterstützung aus Russland: Die Hoffnung richtet sich auf einen Tanker der sogenannten Schattenflotte. Laut der Website „cubaheute“ ist das Schiff „Anatoly Kolodkin“ mit etwa 700.000 bis 730.000 Barrel Rohöl auf dem Weg nach Kuba – die erste größere Lieferung seit mehr als drei Monaten. Gleichzeitig haben sich zwei Schiffe der US-Küstenwache vor der Nordküste positioniert, um den Tanker möglicherweise abzufangen.

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