Auch 2026 stehen bei Damen und Herren die gleichen Asse ganz oben auf dem Podest. Lukas Hollaus bei den Herren und Eva Wutti in der Damen-Konkurrenz wiederholten ihren Sieg aus dem Vorjahr beim Salzburg Marathon, dem Höhepunkt der Lauffestspiele. Für den Salzburger war es ein emotionaler Triumph.
Der Wettergott hatte es mit 2500 Starterinnen und Startern beim Salzburg Marathon gut gemeint. Die Sonne begleitete sie über 42,195 Kilometer. Der Start war auf der Staatsbrücke mit Blick auf die Festung Hohensalzburg erfolgt. Topfavorit Lukas Hollaus war dabei nicht zu schlagen und gewann die Herren-Konkurrenz in einer Zeit von 2:22:00 Stunden.
Diesmal lief es für den Ex-Triathleten aber nicht so rund – im wahrsten Sinne des Wortes. Er hatte früh mit muskulären Problemen zu kämpfen. „Nach der ersten Runde habe ich gewusst, dass es nach jedem Schritt vorbei sein kann. Ich bin froh, dass ich so ins Ziel gekommen bin. Die Läufer und das Publikum haben mich dabei unterstützt“, sagte Hollaus nach seinem Sieg.
„Vielleicht benutze ich den Lift“
Der Erfolg, sein zweiter in Serie in der Mozartstadt, war für den 39-Jährigen emotional. Kürzlich verstarb seine Großmutter. „Ich war in den Gedanken bei der Oma, ich bin wirklich für sie gelaufen und es freut mich, dass ich es für sie geschafft habe“, sagte Hollaus, der mit körperlichen Nachwirkungen des Marathons rechnet. „Ich möchte nicht wissen, wie es mir am Montag geht“, lachte der Ex-Triathlet, der im Brotberuf Lehrer ist. „Ich werde vielleicht den Lift in der Schule benutzen.“
Auch bei den Damen gewann die Vorjahressiegerin: Eva Wutti. Die Kärntnerin vom RunClub Austria gewann in einer Zeit von 2:36:22 Stunden. „Ich habe mich durchwegs gut gefühlt. Für den Kopf war es total wichtig, dass sich die Trainingsergebnisse in einem Rennen wiederfinden“, erklärte Wutti. Schließlich solle sich der Aufwand, den sie für den Sport betreibt, auszahlen.
„Die Familie und das Privatleben müssen ein Stück weit zurückstecken, wenn man regelmäßig auf den Marathon hintrainiert“, sagte die strahlende Gewinnerin, die einen Start bei der Europameisterschaft in Birmingham im August noch offen ließ: „Ich warte auf die Bestätigung des österreichischen Verbandes (ÖLV, Anm.). In den kommenden beiden Wochen werde ich erst einmal die Füße hochlegen und dann wird weiter Richtung Herbst geplant.“
Peter Herzog überreicht seinem Trainer eine Trophäe
Zuvor hatte es schon im Halbmarathon große Emotionen gegeben. Österreichs ehemaliger Marathonrekordler Peter Herzog lief als Zweiter hinter Paul Reichl (1:09:30) in 1:10:28 Stunden ins Ziel und wurde von den Fans vor dem Festspieleinlauf auf dem Max-Reinhardt-Platz mit riesigem Jubel empfangen. Der Lokalmatador, der im vergangenen Herbst seine Karriere beendet hatte, trat nur noch als „Genussläufer“ an und genoss auf den 21 km durch Salzburg die Stimmung und die „wunderbare Atmosphäre“.
Noch im Zielraum überreichte Peter Herzog seinem Trainer und Mentor Johannes Langer, der auch seit Jahren den PUMA Salzburg Marathon organisiert, als Dank für seine jahrelange Unterstützung eine Trophäe, einen Award, den er einst vom ÖLV erhalten hatte. Bei den Frauen gewann die Oberösterreicherin Theresa Birglechner den Halbmarathon in persönlicher Bestzeit von 1:20:32.
Nachname der Siegerin bürgt für Qualität
Zum Auftakt des großen Marathon-Tages hatte bei den Frauen über 10 km die Salzburgerin Julia Lange in 38:55 gewonnen. Ihr Name bürgt für Qualität im Sport. Schließlich ist ihr Mann Patrick Lange dreimaliger Sieger der Ironman World Championships. Patrick, der auf Hawaii den Klassiker 2017, 2018 und 2024 gewonnen hat, war natürlich im Ziel ihr erster Gratulant. Das Paar wohnt seit Jahren in Salzburg.
Bei den Männern setzte sich über 10 km Philipp Obermüller in 31:36 durch. Es war für ihn der zweite 10-km-Erfolg im Frühjahr. Schon vor vier Wochen hatte er auch im Rahmen des Vienna City Marathons gewonnen. „Die Temperatur und die Bedingungen waren super. Ich freue mich sehr über den Erfolg und bin dankbar. Ich bin mein eigenes Rennen gelaufen und sehr zufrieden damit.“ Seine eigene Bestzeit unterbot er haarscharf um eine Sekunde. Im Herbst will der in Linz als Berufsfeuerwehrmann tätige Oberösterreicher sein Marathondebüt in Amsterdam laufen.
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