Wiener der Woche

Missstände: Der lange Kampf des „Klartext-Lehrers“

Wien
17.05.2026 11:00

Die Schilderung eines Lehrers vom Alltag an Wiener Mittelschulen legte den Finger in viele Wunden zugleich. Leser, aber auch die Politik reagierten auf seine Aussagen. 

Das Echo war gewaltig: Was ein Wiener Lehrer diese Woche der „Krone“ über den Alltag an Wiener Pflichtschulen erzählte, ließ niemanden kalt, der es gelesen hat. Hunderte Reaktionen von Leserinnen und Lesern, Aussendungen politischer Parteien und mehr waren die Folge.

Es war nicht das erste Mal, dass wir über Missstände berichten, an Schulen und anderswo. Und regelmäßig sind Leserzuschriften und Beiträge in den krone.at-Foren der beste Beweis dafür, dass es nicht um Ausreißer oder gar Stimmungsmache geht.

Zu unzähligen Schilderungen unserer Leserschaft über Missstände an den Schulen der eigenen Kinder oder den Erlebnissen von Lehrpersonal im Bekanntenkreis kam bei dieser Geschichte aber in großer Zahl noch etwas anderes dazu: Dank. Dank dafür, dass endlich einer ohne Umschweife und bequeme Schuldzuweisungen in nur eine Richtung ausgesprochen hat, welche Probleme es gibt und woher sie kommen.

Kein Frust, sondern Kampf für eine Vision
Umso erstaunlicher war das durchwegs positive Echo, weil unser Lehrer bei seiner Kritik niemanden schonte: sich selbst und Kollegen nicht, und verantwortungslose Eltern und Migranten ebenso wenig wie „wohlstandsverwahrloste Bio-Österreicher“.

Auch unsere Leserschaft hat offenbar gespürt, dass da kein „Wutbürger“ spricht oder einer, der nur ein Ventil für persönliche Frustration sucht – sondern einer, der um genau das kämpft, was ihn einst seinen Beruf ergreifen ließ: die Freude daran, gemeinsam mit Kindern deren Zukunft zu erarbeiten, und der Glaube und die Hoffnung, dass das auch unter angespannten Umständen und in schwierigen Zeiten möglich wäre, wenn jeder Beteiligte kräftig vor der eigenen Türe kehrt.

Für diesen Weckruf hat sich unser Lehrer den Titel „Wiener der Woche“ redlich verdient. Jetzt braucht es nur noch Menschen, die sich nicht länger die Ohren zuhalten.

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