Auch Gefängnis droht

Katze grausam getötet: Verdächtiger verliert Job

Tirol
17.05.2026 11:38

Malträtiert und letztlich mit einer Schneeschaufel brutalst erschlagen: Das Schicksal jener Katze, die in Brixen im Thale in Tirol (Bezirk Kitzbühel) von vier Männern getötet wurde, sorgt österreichweit und über die Grenzen hinaus für Fassungslosigkeit und Aufregung. Zumindest einer der vier Beschuldigten steht jetzt auch ohne Job da – er wurde fristlos entlassen!

Die grausame Tat wurde auf Video festgehalten, das anschließend viral ging. Darauf war zu sehen, wie mehrere Männer eine Katze zunächst mit einem Bolzenschussgerät töten wollten. Als das schwer verletzte Tier danach noch lebte und zuckte, drosch einer der Beteiligten mit einer Schneeschaufel auf die Katze ein – begleitet von Gelächter und geschmacklosen Kommentaren.

Die bestialische Katzen-Tötung war bereits Ende April erfolgt. Auf Social-Media-Plattformen folgte eine regelrechte Jagd nach den Tätern. Am Donnerstag stellten sich die vier Verdächtigen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren schließlich der Polizei.

Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahre droht
Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet – die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Dem Quartett blühen– abgesehen vom öffentlichen „Shitstorm“ – ernsthafte strafrechtliche Konsequenzen. Auf Tierquälerei droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren.

§ 222 StGB Tierquälerei

  1. (1) Wer ein Tier
    1. roh misshandelt oder ihm unnötige Qualen zufügt,
    2. aussetzt, obwohl es in der Freiheit zu leben unfähig ist, oder
    3. mit dem Vorsatz, dass ein Tier Qualen erleide, auf ein anderes Tier hetzt,
    ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahre zu bestrafen.
  2. Ebenso ist zu bestrafen, wer, wenn auch nur fahrlässig, im Zusammenhang mit der Beförderung mehrerer Tiere diese dadurch, dass er Fütterung oder Tränke unterlässt, oder auf andere Weise längere Zeit hindurch einem qualvollen Zustand aussetzt.
  3. Ebenso ist zu bestrafen, wer ein Wirbeltier mutwillig tötet.

Bergbahn entlässt Beschuldigten fristlos
Zumindest einer der Beschuldigten muss sich jetzt – sofern er nicht ins Gefängnis muss – einen neuen Job suchen. Aufgrund der Tat bzw. des Tatvorwurfs wurde er von seinem Dienstgeber vor die Tür gesetzt.

Der Betroffene war bei der „SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental“ angestellt. Das Unternehmen nahm auf dessen Facebook-Seite dazu Stellung. „Seit Bekanntwerden des Falls gestern Morgen (Donnerstag, Anm.) wurden die Vorwürfe umgehend geprüft, der betroffene Mitarbeiter vorsorglich vom Dienst suspendiert und nach Vorliegen weiterer Erkenntnisse die entsprechenden arbeitsrechtlichen Schritte konsequent sowie im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben umgesetzt.“

Das Dienstverhältnis mit dem betroffenen Mitarbeiter sei „durch fristlose Entlassung beendet“ worden, hieß es weiter.

Weiters hieß es: „Gerade in dieser Situation haben wir als Unternehmen klar gezeigt, wofür wir stehen: Verantwortung übernehmen, transparent handeln und eine konsequente, sachliche sowie rechtsstaatliche Aufarbeitung sicherstellen. Das gezeigte Verhalten der betreffenden Person steht in keinerlei Einklang mit den Werten unseres Unternehmens. Verantwortung, Respekt sowie ein achtsamer Umgang mit Mensch, Natur und Tier zählen zu den zentralen Grundsätzen unseres Handelns und werden von uns klar eingefordert.“

Unternehmen mit eindringlichem Appell
Gleichzeitig appellierte das Unternehmen, „dass das Fehlverhalten einzelner Personen niemals einer gesamten Region, den Menschen vor Ort, Betrieben oder Familien angelastet werden darf. Die Verantwortung tragen ausschließlich die unmittelbar beteiligten Personen selbst.“

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