Infektionen unentdeckt

Forscher entwickelt Schnelltest für Denguefieber

Wissen
22.03.2026 15:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Schweiz hat ein Forscher einen günstigen Schnelltest für das Denguefieber entdeckt. Die Technologie soll vor allem in Ländern mit niedrigem Einkommen die teure PCR-Diagnostik ersetzen. Ein erster Prototyp des Geräts soll in diesem Jahr fertiggestellt werden, teilte die ETH Zürich am Freitag mit.

Die gängigen Diagnosemethoden für Infektionen wie das Denguefieber basierten auf dem PCR-Verfahren, das eine teure Apparatur voraussetzte, hieß es. Viele Fälle bleiben daher unentdeckt, besonders in ärmeren Ländern. Die Tropenkrankheit ist laut der Hochschule kompliziert, da viele Infizierte keine oder nur unspezifische Symptome entwickeln. 

In selteneren Fällen kann die Krankheit aber auch tödlich verlaufen. „Darum ist es wichtig, dass man infizierte Personen erkennt und ärztlich beobachtet“, sagte Forscher Andrés Javier Bello-Hernández. „Wenn man jemanden richtig behandelt, lassen sich solch schwere Fälle vermeiden.“ Hochsensitive und spezifische Schnelltests könnten den Nachweis von Infektionen erleichtern und so die Sterblichkeit verringern.

Erste Übertragungen auch in Europa
Das Denguefieber hat sich in den letzten Jahren weltweit stark ausgebreitet. Immer mehr Regionen sind betroffen. Auch in Europa ist es zu ersten Übertragungen gekommen. In Österreich werden pro Jahr 30 bis 120 Dengue-Virus-Infektionen diagnostiziert, bisher ausnahmslos bei Menschen, die in Endemie-Gebiete gereist sind. Die Erkrankung wird durch den Stich einer infizierten Mücke übertragen, hauptsächlich der Gelbfiebermücke.

In der Schweiz wurde das Virus in ersten Stechmücken nachgewiesen. Das kantonale Laboratorium Basel-Stadt gab in dieser Woche bekannt, das Dengue-Virus bei einer Tigermücke nachgewiesen zu haben. Das war der erste Nachweis nördlich der Alpen.

Kein wirksames Medikament, aber Impfung
Die Krankheitszeichen treten meist drei bis zehn Tage nach dem Stich auf. Mögliche Symptome sind Fieber, Ausschlag, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gliederschmerzen. Bisher gibt es kein wirksames Medikament, daher werden nur die Symptome behandelt. In Europa sind bereits zwei Impfstoffe zugelassen, einer davon ist in Österreich verfügbar.

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