Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen Christian Ulmen: Sie wirft ihm vor, über Jahre hinweg in ihrem Namen Fake-Profile betrieben und Männer zu sexuellen Kontakten getäuscht zu haben. Die Anschuldigungen reichen bis zu KI-generierten Telefonaten, Nacktfotos und expliziten Inhalten. Kurz nach Bekanntwerden gibt es nun erste Konsequenzen für Ulmen.
Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet, hat der Streamingdienst Joyn die Serie „Jerks“ offline genommen. Eine Sprecherin der ProSiebenSat.1-Gruppe bestätigte demnach, dass die mehrfach ausgezeichnete Produktion „aufgrund der aktuellen Situation“ nicht mehr abrufbar sei. Zugleich wurde betont, dass weiterhin die Unschuldsvermutung gelte.
Ulmen-Anwalt spricht von „unwahren Tatsachen“
Auslöser der Entwicklung sind Vorwürfe von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Ulmen. Sie hatte diese am Donnerstag öffentlich gemacht und damit eine breite Debatte ausgelöst. Ulmen selbst äußerte sich bislang nicht dazu. Sein Medienanwalt bezeichnete die Berichterstattung des Nachrichtenmagazins „Spiegel“, der den Fall öffentlich machte, als unzulässig und sprach von „unwahren Tatsachen“.
Auch Werbepartner reagiert
Neben dem Streamingdienst reagiert auch ein Werbepartner. Das niederländische Unternehmen Shop Apotheke erklärte auf Anfrage von RTL, man werde die gemeinsame Werbung mit den beiden Schauspielern „aus gegebenem Anlass“ vorerst aussetzen. Fernandes und Ulmen hatten seit 2023 gemeinsam für den Versandhändler geworben.
Währenddessen erhält Fernandes breite öffentliche Unterstützung. Ihr Instagram-Post erreichte innerhalb von 24 Stunden mehr als 460.000 Likes, zehntausende Kommentare folgten. Prominente wie Negah Amiri, Luisa Neubauer oder Palina Rojinski äußerten sich solidarisch und lobten ihren Mut. Auch zahlreiche weitere Persönlichkeiten aus Medien und Politik meldeten sich zu Wort.
Fall löst breite Debatte aus
Zugleich rückt eine politische Debatte in den Fokus. Fernandes hatte die Rechtslage rund um digitale Gewalt und KI-generierte Inhalte kritisiert. Die deutsche Arbeitsministerin Bärbel Bas verwies unter dem Post auf Reformbestrebungen im Justizministerium.
Wie sich der Fall weiterentwickelt, ist offen. Klar ist jedoch: Die Vorwürfe haben bereits jetzt konkrete Auswirkungen – sowohl öffentlich als auch beruflich. Gleichzeitig gilt weiterhin ein zentraler Grundsatz des Rechtsstaats: die Unschuldsvermutung.
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