Neuer Bericht zeigt:

Trump lässt offenbar Bodentruppen vorbereiten

Außenpolitik
20.03.2026 20:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

Steht die nächste Eskalationsstufe im Konflikt mit Iran bevor? Während öffentlich noch Zurückhaltung signalisiert wird, laufen im Hintergrund offenbar bereits konkrete militärische Vorbereitungen. Im Fokus steht dabei eine Option, die weitreichende Folgen hätte: der mögliche Einsatz von US-Bodentruppen.

Wie der US-Sender CBS News unter Berufung auf mehrere mit den Beratungen vertraute Quellen berichtet, hat das Pentagon detaillierte Vorbereitungen für eine mögliche Entsendung von Bodentruppen in den Iran getroffen. Demnach hätten hochrangige Militärkommandeure konkrete Anfragen eingebracht, um einen solchen Einsatz vorzubereiten, während Präsident Donald Trump über das weitere Vorgehen im Rahmen des Konflikts mit Iran nachdenkt.

Trumps widersprüchliche Signale
Ob und unter welchen Umständen es tatsächlich zu einem Einsatz kommen könnte, ist laut dem Bericht unklar. Trump selbst wies entsprechende Pläne bei einem Pressetermin im Oval Office zunächst zurück. Auf die Frage nach Bodentruppen antwortete er, er werde „keine Truppen irgendwohin schicken“, schränkte jedoch unmittelbar ein: Falls er es täte, würde er das nicht öffentlich ankündigen.

Die Optionen, um den Konflikt mit dem Iran langfristig zu gewinnen, schwinden, nun könnte Trump ...
Die Optionen, um den Konflikt mit dem Iran langfristig zu gewinnen, schwinden, nun könnte Trump den nächsten Eskalationsschritt setzen.(Bild: AFP/MANDEL NGAN)

Weißes Haus spricht von „Optionen“
Aus dem Weißen Haus heißt es indes, es handle sich um routinemäßige militärische Planungen. Sprecherin Karoline Leavitt erklärte laut CBS, es sei Aufgabe des Pentagon, Vorbereitungen zu treffen, um dem Oberbefehlshaber „maximale Optionen“ zu bieten. Eine Entscheidung über einen tatsächlichen Einsatz sei damit nicht gefallen, derzeit plane der Präsident keinen Einsatz von Bodentruppen.

Vorbereitungen auch für Gefangene
Dennoch deuten weitere Maßnahmen auf eine Ausweitung der militärischen Optionen hin. So bereitet sich das US-Militär laut CBS auch auf den möglichen Umgang mit gefangenen iranischen Soldaten und paramilitärischen Kräften vor, sollte es zu einem Bodeneinsatz kommen. Diskutiert werde unter anderem, wohin diese gebracht werden könnten.

Truppenverlegungen laufen bereits
Parallel dazu laufen konkrete Truppenverlegungen. Die USA bereiten demnach die Entsendung von Einheiten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten vor. Zudem seien Elemente der sogenannten Global Response Force der US-Armee sowie eine Marine Expeditionary Unit eingeplant.

Kriegsschiffe und Marines unterwegs
Auch auf See wird aufgerüstet: Bereits Anfang der Woche seien drei Kriegsschiffe mit rund 2.200 Marines von Kalifornien aus in Richtung Nahost aufgebrochen, berichten US-Beamte laut CBS. Es handelt sich demnach um die zweite Marineeinheit dieser Art seit Beginn des Konflikts. Eine zuvor aus dem Pazifik entsandte Einheit befindet sich noch auf dem Weg in die Region.

Pentagon erweitert Handlungsspielraum
Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen laut dem Bericht vor allem eines: Das Pentagon arbeitet daran, das militärische Handlungsspektrum für den Präsidenten zu erweitern – auch wenn die Regierung öffentlich weiterhin keine konkreten nächsten Schritte nennt.

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