Droht Verbündeten

„Feiglinge!“ Trump wütet gegen die NATO-Partner

Außenpolitik
20.03.2026 16:28
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat seine europäischen Verbündeten wegen mangelnder Unterstützung im Konflikt mit dem Iran scharf angegriffen. In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social bezeichnete er die NATO ohne die USA als „Papiertiger“ und kritisierte, dass die Partner trotz der steigenden Ölpreise nicht bereit seien, die Straße von Hormus zu sichern – ein einfacher militärischer Einsatz, den er für sie als risikolos einschätzt. Er warnte gleichzeitig, dass er sich dieses Verhalten merken werde.

Die europäischen Staaten signalisierten hingegen deutlich, dass sie sich nicht aktiv an dem Krieg beteiligen werden. Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, Deutschland sehe die Bedrohung durch den Iran, zweifle jedoch die Logik des US-israelischen Vorgehens an und sei vorab nicht konsultiert worden.

Europa lehnt Kriegsteilnahme klar ab
Frankreich, Großbritannien und Spanien kündigten ebenfalls an, keine militärische Rolle zu übernehmen. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez betonte, sein Land sei „niemandes Vasall“, während Verteidigungsminister Boris Pistorius klarstellte: „Das ist nicht unser Krieg, wir haben ihn nicht angefangen.“

NATO zieht Personal aus Irak zurück
Unterdessen hat die NATO nach Angaben der irakischen Nachrichtenagentur mit einem vorläufigen Abzug von Personal aus dem Irak begonnen. Es handele sich um eine reine Beratungsmission, das Personal soll nach Ende der Kampfhandlungen und Stabilisierung der Sicherheitslage zurückkehren.

Europa sucht eigene Sicherheitslösungen
Obwohl sich die EU-Staaten nicht militärisch engagieren, versuchen sie, ihre Interessen zu wahren. Großbritannien arbeitet an Plänen zur sicheren Wiedereröffnung der Straße von Hormus, Frankreich bemüht sich um eine Koalition zur Sicherung der Meerenge ohne US-Beteiligung, und auch Deutschland ist nach Kriegsende bereit, zum Schutz der Seewege beizutragen.

Experten sehen diese vorsichtige Herangehensweise als notwendig, da ein Einsatz angesichts der geografischen Enge und der militärischen Fähigkeiten Irans hochriskant wäre.

Öffentliche Meinung stärkt Europas Kurs
Trumps Kritik trifft auf eine überwiegend ablehnende Stimmung in Europa. Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland, Großbritannien und Spanien den Krieg gegen den Iran ablehnt. Die Auseinandersetzung offenbart einen tiefen Riss zwischen Washington und seinen Verbündeten und stellt die Stabilität der NATO erneut auf die Probe.

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