Unglück in der Schweiz

Windböe soll Gondel-Absturz verursacht haben

Ausland
20.03.2026 13:54
Porträt von krone.at
Von krone.at

Am Mittwochvormittag ist eine Gondel am Titlis bei Engelberg (Schweiz) abgestürzt. Der einzige Fahrgast, eine Frau (61) aus der Region, kam ums Leben. Nun teilte der Seilbahnbauer Garaventa mit, dass eine „unerwartet kräftige Böe“ das Unglück verursacht habe. 

Dadurch sei die Gondel so stark ausgelenkt worden, dass sie mit einem Masten zusammengestoßen sei und vom Seil gerissen wurde. Das sagte Arno Inauen von Garaventa in einer schriftlichen Erklärung. Zum Zeitpunkt des Unfalls hätten starke und böige Winde geherrscht. Die bisherigen Überprüfungen hätten gezeigt, dass sich die Anlage zum Unfallzeitpunkt in einem technisch einwandfreien Zustand befunden habe. Zuvor hatte das Bundesamt für Verkehr mitgeteilt, dass die Seilbahn länger nicht kontrolliert worden sei. Grundsätzlich seien zwar die Seilbahnunternehmen für die Sicherheit des Betriebs zuständig, das Bundesamt überwache jedoch zusätzlich „risikoorientiert und stichprobenartig“. Mindestens alle fünf Jahre werden unter anderem die Prozesse und Organisation kontrolliert.

Verwaltungsratspräsident Hans Wicki bestätigte gegenüber der Schweizer Tageszeitung Blick starken Wind zum Zeitpunkt des Unglücks. Dieses sei genau dann geschehen, als Mitarbeiter der Seilbahn die Kabinen aufhängen wollten. Die Sicherungsaktion hatte den Hintergrund, dass auf dem Gipfel bis zu 100 km/h gemessen wurden. Laut dem Bundesamt müsste der Betrieb bei einer Windstärke ab 60 km/h jedoch eingestellt werden. „In der Schweiz gilt zusätzlich die Vorgabe, dass ab einer Windstärke von 40 km/h der Betrieb vertieft zu beobachten ist und bei Bedarf langsamer gefahren werden muss“, hieß es gegenüber Blick.

Die Mitarbeitenden hätten nach dem aktuellen Kenntnisstand richtig gehandelt, sagte Wicki. Wie berichtet, war am Mittwochvormittag eine Gondel zu Boden gestürzt. Sie überschlug sich mehrfach. Eine Frau, die in der Kabine war, starb trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort. Der Betrieb der Bahn, der 2015 zum ersten Mal aufgenommen wurde, war am Freitag noch eingestellt. Es gibt eine Ersatzbahn.

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