Zeugin: „Lauter Knall“

Schweizer Gondel abgestürzt – Betrieb eingestellt

Ausland
19.03.2026 10:56
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Absturz einer Gondel in einem Schweizer Skigebiet, bei der eine Frau ums Leben kam, bleibt die betroffene Anlage still. Der Ski-Betrieb geht jedoch großteils normal weiter. Zum Unglückszeitpunkt gab es starken Wind, der auch so angesagt war. Wie stark die Windspitzen während des Dramas tatsächlich waren, wird nun untersucht. 

Die betroffene Anlage zwischen den Stationen Trübsee und Engelberg-Stand bleibt einen Tag nach der Tragödie außer Betrieb. Als Ersatz für die Gäste werde eine Luftseilbahn betrieben, um den Transport sicherzustellen, sagte Fabian Appenzeller, Sprecher der Titlis-Bergbahnen, Donnerstagfrüh. Wie lange die Einschränkungen der Anlage andauern, sei derzeit noch offen.

Der reguläre Verkehr auf den Pisten von dem beliebten Skigebiet ist jedoch kaum beeinträchigt. Appenzeller erklärte, der Unfall habe keinen Einfluss auf die anderen Anlagen.

(Bild: AFP/HANDOUT)

Beim Absturz einer Gondel war am Mittwoch gegen 11 Uhr eine 61-Jährige ums Leben gekommen. Die Gondel hatte sich nach der Mittelstation im Gebiet Schlächtismatt gelöst und stürzte ab. Sie überschlug sich mehrmals, bevor sie zum Stillstand kam.

Die Bahn war 2015 eröffnet und zuletzt im vergangenen September überprüft worden. Die Gondel hätte Platz für acht Personen geboten, doch zum Unglückszeitpunkt befand sich nur die verstorbene 61-Jährige in der Gondel. 

Die Einsatzkräfte konnten nichts mehr für das Opfer in der Gondel tun.
Die Einsatzkräfte konnten nichts mehr für das Opfer in der Gondel tun.(Bild: EPA/URS FLUEELER)

Ersthelfer fanden Gondel leer vor
Der Einsatzort auf rund 2000 Metern Höhe stellte die Rettungskräfte vor Herausforderungen. Zunächst war unklar gewesen, ob sich überhaupt eine Person in der Gondel befunden hatte: Als Ersthelfer diese erreichten, war sie leer. „Es waren auch keine Ski, Stöcke oder anderes Material zu sehen“, berichtete eine Augenzeugin gegenüber „20 Minuten“. Als sich die Gondel gelöst hatte, habe es einen Knall gegeben, „als wäre eine Lawine gesprengt worden“. 

Windmessungen an Seilbahn-Masten werden ausgewertet
Auf dem Titlis wurden Windböen von bis zu 105 km/h gemessen, wie es in dem Bericht des Schweizer Mediums heißt. Wie stark die Böen an der konkreten Unfallstelle tatsächlich waren, sollen Windmessungen an den Seilbahn-Masten zeigen. Die Leitung der Untersuchungen wurden von der Staatsanwaltschaft Nidwalden aufgenommen. Auch die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle wird in die Ermittlungen einbezogen. Die Behörde wird bei schweren Ereignissen im Verkehrswesen als unabhängige Instanz beigezogen.

 

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