Treibstoff sparen

Energieagentur empfiehlt Homeoffice gegen Ölkrise

Wirtschaft
20.03.2026 08:47
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat zu mehreren Maßnahmen geraten, die den Ölverbrauch senken sollen. Darunter sind mehr Homeoffice, ein niederigeres Tempolimit auf Straßen, der Verzicht auf Flugreisen und der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel.

Auf den Verkehr würden 45 Prozent des Ölverbrauchs entfallen, teilte die IEA in Paris mit. Zwar hätten die Mitgliedsländer mit der Freigabe strategischer Ölreserven begonnen, um die durch den Iran-Krieg angespannten Märkte zu stabilisieren, das alleine reiche aber nicht. Um eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten, sei die Steuerung der Nachfrage entscheidend. Sie wirke auch unmittelbar.

Regierungen könnten durch regulatorische Maßnahmen und gezielte Anreize mit gutem Beispiel vorangehen, sagte die IEA. Erfahrungen aus früheren Krisen zeigten, dass gezielte Unterstützung wirksamer sei als breit angelegte Subventionen. Die Industrie könne auf alternative Rohstoffe als Energiequelle umstellen.

Konkret rät die Energieagentur zu mehr Homeoffice, einem Absenken des Tempolimits auf Straßen, dem Verzicht auf Flugreisen und dem Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel. Zusätzliche Einsparungen ließen sich durch Carsharing, eine effizientere Fahrweise sowie durch eine verbesserte Effizienz im Güter- und Lieferverkehr erreichen, hieß es.

Teurere Gas-und Ölpreise auch nach Krieg?
Die Ölproduktion könne nach dem Ende des Kriegs wohl innerhalb von ein bis zwei Monaten wieder richtig anlaufen, sagte jetzt Energieberater Johannes Benigni. Das sei überbrückbar, aber die Preise würden wohl nicht so schnell auf das vorherige Niveau zurückgehen. Auch die Gaspreise werden seiner Einschätzung nach nach dem Krieg auf höherem Niveau als zuvor bleiben. „Im Gasbereich werden uns auch nachhaltig ungefähr 17 bis 20 Prozent des Gases aus dem Land für die nächsten drei bis fünf Jahre fehlen. Das heißt, die Gaspreise werden auch nicht so entspannt sein, wenn der Krieg vorbei ist“, sagte er im Ö1-„Morgenjournal“. Vor Kriegsbeginn seien Flüssiggas-Kapazitäten in Katar aufgebaut worden, die dem Markt nun nicht zugeführt werden könnten. Auch Europa sei stark von dem Energieträger aus dem Golfstaat abhängig, das Befüllen der Gasspeicher in Österreich werde teurer.

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