Österreich wächst

Geht‘s bergauf? OECD hebt BIP-Prognose leicht an

Wirtschaft
19.03.2026 17:28

Die OECD geht in ihrem aktuellen Länderbericht von einem Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent für Österreich aus. Gründe seien  unter anderem höhere Einkommen, eine niedrigere Inflation und günstigere Kredite, etwa für Firmen. Reformbedarf gebe es jedoch auch. Und der Iran-Krieg bleibt ein Risikofaktor, der noch nicht berücksichtigt ist.

Nach drei Jahren Rezession sollte sich unsere Wirtschaft heuer wieder etwas besser entwickeln. So hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im aktuellen Länderbericht die BIP-Prognose für Österreich von noch +0,9 Prozent im Dezember 2025 auf nun +1,1 Prozent angehoben. Im nächsten Jahr rechnet die Organisation dann mit +1,3 Prozent.

Begründet wird der bessere Ausblick unter anderem damit, dass höhere Einkommen, eine gesunkene Inflation und auch eine stabilere Lage am Arbeitsmarkt die Haushalte entlasten würden. Unternehmen sollten wiederum von sich bessernden Investitionsbedingungen und einer Erholung der Exporte, zum Beispiel nach Deutschland, profitieren.

(Bild: Krone KREATIV)

Im internationalen Vergleich hat Österreich in den vergangenen Jahren jedenfalls beim Wachstum den Anschluss verloren. So liegen wir nicht nur deutlich unter dem Schnitt der 38 OECD-Staaten, sondern auch klar unter dem Durchschnitt der Europäischen Union. Nur Deutschland entwickelte sich seit dem Jahr 2021 noch schlechter (siehe Grafik).

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Der aktuelle Bericht der OECD zeigt erneut die Bedeutung der weiterhin notwendigen strikten Budgetkonsolidierung auf.

Finanzminister Markus Marterbauer

Die OECD betont daher, dass bei uns etwa Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ins Zentrum gerückt werden müssen. Finanzminister Markus Marterbauer sieht sich wiederum in seinem Weg bestätigt: „Der Bericht zeigt erneut die Bedeutung der weiterhin notwendigen strikten Budgetkonsolidierung auf.“ Außenministerin Beate Meinl-Reisinger betont wiederum, dass die Regierung mit den bisherigen Reformschritten, etwa der Industriestrategie oder dem FTI-Pakt (Strategieplan für Forschung, Technologie und Innovation) jedenfalls ein solides Fundament gelegt hat. 

Folgen des Iran-Kriegs nicht berücksichtigt
Ein riesiger Unsicherheitsfaktor bleiben jedoch die Folgen des Iran-Kriegs. Bleibt die Straße von Hormus länger gesperrt und steigt dadurch der Öl- und Gaspreis weiter an, wirkt sich das in Folge auf viele Branchen aus – und treibt am Ende des Tages die Inflation erneut an. Im vorliegenden Länderbericht ist der Konflikt noch nicht berücksichtigt.

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