Präziser Luftschlag

Auch Chef von Irans Geheimdienst getötet

Außenpolitik
18.03.2026 11:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Nacht auf Mittwoch ist ein weiterer hochrangiger Minister des iranischen Regimes getötet worden. Es handelt sich um Esmaeil Khatib, den Chef des Geheimdienstes. Er sei Ziel eines Präzisionsschlags der israelischen Luftwaffe gewesen, meldet Israels Verteidigungsminister Katz.

Khatib hat sein Amt als Chef des Geheimdienstes 2021 angetreten. Die mächtige Behörde hat 30.000 Mitarbeiter und ist vor allem bekannt für die gnadenlose Verfolgung eigener Staatsbürger, die dem Mullah-Regime kritisch gegenüberstehen.

Khatib laut Medienbericht tot
In der Nacht auf Mittwoch wurde er im Rahmen einer koordinierten Geheimdienstoperation der USA und Israel Ziel eines präzise ausgeführten Luftschlags. Offizielle Informationen zum Schicksal Khatibs lagen zunächst nicht vor, das Oppositionsmedium „Iran International“ behauptete aber schon am Mittwochmorgen, dass die Attacke erfolgreich verlaufen und der hochrangige Beamte tot sei.

Esmaeil Khatib (Bildmitte), rechts neben ihm ist Irans Präsident Massud Peseschkian zu sehen.
Esmaeil Khatib (Bildmitte), rechts neben ihm ist Irans Präsident Massud Peseschkian zu sehen.(Bild: AFP/AFP or licensors)

Geheimdienst weiterhin funktionsfähig
Irans Geheimdienst scheint trotz des Krieges noch voll funktionsfähig zu sein und geht weiterhin mit aller Härte gegen Oppositionelle vor. Eigenen Angaben zufolge seien in 26 Provinzen „111 Zellen“ von Monarchisten identifiziert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim. Gemeint sind Anhänger des Schah-Sohns Reza Pahlavi, der im Ausland eine führende Rolle in der Opposition beansprucht. Es sei zu Festnahmen gekommen.

Tasnim zufolge wurden bei den Geheimdienstoperationen Schusswaffen „zur Auslösung von Straßenunruhen“ beschlagnahmt. Vier Personen seien außerdem wegen des Vorwurfs der Spionage festgenommen worden. Sie sollen dem „Feind“ in den Provinzen Hamedan und West-Aserbaidschan Informationen über die Positionen von Sicherheitskräften verraten haben.

Auch mehrere Menschen seien festgenommen worden, die Informationen und Fotos an den „Iran International“ übermittelt hätten. Tasnim meldete zudem die Beschlagnahme von 350 Starlink-Geräten.

Lange Reihe von eliminierten Anführern
Schon bevor Khatib ins Visier der USA und Israels geriet, sind zahlreiche Führungskräfte des Iran gezielt getötet worden. Allen voran das Oberhaupt des Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Khamenei. Danach ereilte mehrere andere Führungskräfte das gleiche Schicksal, zuletzt am Dienstag den Sicherheitsratschef Ali Larijani, der bei einem Angriff in Teheran starb.

Iran setzt Streumunition ein
Nach Larijani will der Iran unterdessen Vergeltung und reagierte in der Nacht auf Mittwoch seinerseits mit Raketenangriffen auf Israel. Dabei wurden mit Streumunition versehene Gefechtsköpfe eingesetzt. Zwei Menschen in Tel Aviv verloren dabei ihr Leben. 

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