Die USA wollen laut Präsident Donald Trump „weit mehr als 5000“ US-Soldaten aus Deutschland abziehen. Der Abzug dürfte „in den kommenden sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein“, sagte Pentagon-Sprecher Sean Parnell. Man habe die Truppenpräsenz in ganz Europa geprüft.
Wie berichtet, hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am Freitag den Abzug von etwa 5000 Streitkräften aus Deutschland angeordnet. Zuvor hatte Trump gesagt, einen entsprechenden Schritt erneut prüfen zu wollen. Er hatte auch deutliche Kritik an Deutschlands Bundeskanzler Friedrich Merz geübt, weil sich dieser kritisch über die US-Offensive gegen den Iran geäußert hatte.
Derzeit sind nach Angaben des US-Militärs ungefähr 86.000 Streitkräfte in Europa stationiert, davon etwa 39.000 in Deutschland. Die Zahl verändert sich regelmäßig, etwa wegen Rotationen und Übungen. Große US-Militärstützpunkte sind das Oberkommando für Europa (EUCOM) in Stuttgart und als Drehkreuz der US-Luftwaffe der Flugplatz Ramstein in Rheinland-Pfalz.
In diesen Ländern haben die USA Truppen:
„Kein Grund zur Panik“
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, Thomas Röwekamp (CDU), bezeichnete die US-Ankündigung eines teilweisen Truppenabzugs aus Deutschland als „Weckruf“. Es sei aber „kein Grund zur Panik“, sagte er am Samstag. Er kritisierte das unabgestimmte Vorgehen von US-Präsident Donald Trump. „Sicherheitspartnerschaft ist kein Deal und die NATO kein Basar. Deshalb sind die dauernden Provokationen des amerikanischen Präsidenten inakzeptabel“, sagte Röwekamp.
Trump hatte auch Spanien und Italien mit einem Abzug von US-Truppen gedroht. „Italien war uns überhaupt keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich“, sagte er in Bezug auf die von ihm erhoffte Unterstützung im Iran-Krieg. Der US-Kongress hatte Ende vergangenen Jahres einen Sicherheitsmechanismus beschlossen: Die Gesamtzahl der Streitkräfte, die dauerhaft im Zuständigkeitsbereich des Europa-Kommandos sind, darf nicht länger als 45 Tage unter 76.000 liegen. Danach müssten bestimmte Berichtswege eingehalten werden, um eine Verringerung anzustrengen.
In Europa gibt es seit Jahrzehnten Dutzende große US-Militärstützpunkte. Bei den weltumspannenden Einsätzen der Amerikanerinnen und Amerikaner – etwa im Nahen Osten – sind sie von enormer Bedeutung.
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