Der Bundesliga-Schlager Salzburg gegen Sturm (1:1) brachte vor allem in der Schlussphase richtig viele Emotionen. Die Grazer wähnten sich beim Remis als Sieger – und wissen, bei wem sie sich bedanken dürfen.
Den ersten Dämpfer gab es vor dem Schlager für die Sturm-Fans: Überdrüber-Spieler Kiteishvili musste wegen Wadenproblemen vorerst die Ersatzbank drücken. Immerhin kehrte Mitchell in die Startelf zurück. Aber auch der Hüne aus Costa Rica konnte den nächsten Dämpfer nicht verhindern. Einen Krätzig-Schuss konnte Khudyakov noch parieren, gegen Vertessen war der Goalie dann machtlos – 0:1.
Mit der Bullen-Führung ging es auch in die Halbzeit. Sie war verdient, Salzburg war besser im Spiel, hatte durch Vertessen noch einen Stangenschuss zu verzeichnen (26.). Es hätte aber auch 1:1 stehen können, hätte Mamageishvili nach einer halben Stunde nicht überhastet die Kugel aus elf Metern übers Tor gejagt
Kiteishvili kommt – und jubelt 20 Minuten später
Im zweiten Durchgang fand Sturm besser rein, hatte mehr Punch nach vorne, es ging hin und her. Die Hausherren verabsäumten es den Sack zuzumachen. Was sich rächen sollte. Denn als alle schon mit der ersten Niederlage im Meister-Play-off rechneten, schlug der Meister doch noch zu: Der nach 73 Minuten eingewechselte Kiteishvili bediente den kurz davor ins Spiel gekommenen Kayombo und der machte tatsächlich noch den Last-Minute-Ausgleich nach 93 Minuten. Sein erstes Bundesligator überhaupt. Verrückt, verrückter, österreichischer Titelkampf eben!
Dann traf noch Yeo – aber der Treffer fiel einer Abseitsstellung zum Opfer. Sturm mit dem fünften Remis in Folge. Das reichte aber, um wieder auf Platz eins zu kraxeln. Cupsieger LASK ist ja erst am Montagabend im Einsatz.
„Überragend gemacht“
„Es war ein gutes Spiel von uns, vor allem in der zweiten Halbzeit, wir haben Chancen gehabt, aber spät das Tor gemacht“, sagte Jon Gorenc Stankovic. Der Sturm-Kapitän freute sich mit dem schwarzen Torschützen. „Axel Kayombo arbeitet hart, aber es können nur elf Mann spielen. Wir brauchen die ganze Mannschaft.“
Die hat sich laut Emir Karic „das Tor hart erarbeitet. Dieses Remis kann jetzt Kräfte freisetzen. Jetzt versuchen wir in den letzten zwei Runden zwei Siege zu holen“, so der Verteidiger, dessen Trainer nach dem Schlusspfiff die Steigerung seiner Mannen hervorhob. „Wir haben uns nach Angsthasenfußball gut ins Spiel gearbeitet und dann das Zepter in der Hand gehabt. Das Remis fühlt sich wie ein Sieg an. Axel hat das 1:1 überragend gemacht“, freute sich Fabio Ingolitsch über den Joker.
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